Stellenabbau bei Bombardier in Hennigsdorf: Rat von Fachanwalt Bredereck

Fachanwalt informiert zu Stellenabbau bei Bombardier in Hennigsdorf
Anwalt

Stellenabbau bei Bombardier in Hennigsdorf? Worauf Arbeitnehmer jetzt achten sollten.

 

Bombardiers Betriebsrat erwartet hohen Stellenabbau. Bei Bombardier sollen laut Betriebsrat 500 Arbeitsplätze entfallen, was der Schienenfahrzeug-Hersteller in Hennigsdorf zwar noch nicht bestätigt hat, aber in den nächsten Wochen näher kommentieren will, so Morgenpost.de. Mitarbeiter von Bombardier fragen sich aktuell: Was ändert sich jetzt für mich? Wie soll ich mich jetzt verhalten?

Was, wenn Bombardier bereits gekündigt hat? Jeder Arbeitnehmer, der eine Kündigung erhalten hat, muss wissen, dass er für eine Kündigungsschutzklage nur 3 Wochen Zeit hat. Mit einer Klage vor dem Arbeitsgericht behält er sich alle Optionen offen, beispielsweise eine Abfindung oder die Rückkehr auf den alten Arbeitsplatz - dies um so mehr, wenn Bombardier nur einen Teil der Arbeitnehmer betriebsbedingt entlassen hat. 

 

Was, wenn es einen Sozialplan gibt? Eine Kündigungsschutzklage macht meistens auch dann Sinn, wenn es einen lukrativen Sozialplan gibt, was auch für Arbeitnehmer gilt, die nichts dagegen haben, bei Bombardier aufzuhören: Eine Klage kann zu einer deutlich höheren Abfindung führen, das Arbeitszeugnis verbessern und Ansprüche umfassender durchsetzen.

 

Was, wenn Bombardier die Arbeitsbedingungen ändert? Vorsicht, wenn Bombardier die Arbeitsbedingungen ändern will! Manch ein Arbeitgeber will damit eine spätere Kündigung vorbereiten und erleichtern. Jeder Arbeitgeber sollte sich in dem Fall umgehend fachlichen Rat suchen, um die arbeitsrechtlichen Folgen für sich einschätzen zu können, bei einem Arbeitsrechts-Experten, wie einem Fachanwalt für Arbeitsrecht.


Stellenabbau bei Bombardier? Fachanwalt Bredereck hilft mit Tipps


Kündigung erhalten? Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck kämpft um Ihre Rechte und setzt hohe Abfindungen durch, wenn nötig mit einer Kündigungsschutzklage, vor Arbeitsgerichten bundesweit. Arbeitsrechtler Bredereck berät zu allen Themen rund um Kündigungbetriebsbedingte Kündigung, personenbedingte Kündigung, verhaltensbedingte Kündigung oder fristlose Kündigung.


Mehr zum Thema:

Kündigungsschutz - Häufig gestellte Fragen

Ein starker Kündigungsschutz erhöht die Chancen einer Kündigungsschutzklage, und auf eine hohe Abfindung.
Anwalt Abfindung

Was ist das Kündigungsschutzgesetz? Das Kündigungsschutzgesetz schützt Arbeitnehmer vor unberechtigten Kündigungen und vor der strukturellen Überlegenheit des Arbeitgebers. Es regelt die gesetzlichen Voraussetzungen, unter denen eine Kündigung zulässig ist. Das Kündigungsschutzgesetz sieht nur die verhaltensbedingte, die betriebsbedingte und die personenbedingte Kündigung vor und nennt die Einschränkungen und Hürden, die der Arbeitgeber bei der Kündigung beachten muss. 

 

Wen schützt das Kündigungsschutzgesetz? Das Kündigungsschutzgesetz gilt zum Schutz derjenigen Arbeitnehmer, die 1.) in einem Betrieb mit regelmäßig mehr als 10 Arbeitnehmern beschäftigt sind und deren Arbeitsverhältnis bereits mindestens 6 Monate läuft. Viel häufiger, als man meinen sollte, ist vor Arbeitsgerichten hoch umstritten, wieviel Arbeitnehmer eigentlich in dem Betrieb beschäftigt sind, ob es sich also um einen Kleinbetrieb handelt. Die stundenweise beschäftigte Haushalts- oder Reinigungskraft oder der Scheinselbständige kann durchaus entscheidend sein für die Anwendung des Kündigungsschutzgesetzes und damit für die Aussichten der Kündigungsschutzklage, und damit letztendlich für die Höhe der Abfindung.

 

Welche Gruppen sind vor einer Kündigung besonders geschützt? Besonderen Kündigungsschutz genießen Schwerbehinderte, Schwangere, Eltern in Elternzeit und Angehörige des Betriebsrats. Eine Kündigung, die vor einem Arbeitsgericht bestand haben könnte, ist in diesen Fällen praktisch kaum möglich. Nach einer Kündigungsschutzklage sind besonders in diesen Fällen hohe Abfindungen die Regel. 


Was Sie auch interessieren könnte:

Schicksal: Kündigung

Kündigung: Informieren Sie sich über Ihre Rechte.
Anwalt Arbeitsrecht

Der Arbeitnehmer empfindet eine Kündigung wie einen Schicksalsschlag.

Nachdem der Arbeitgeber das Kündigungsschreiben überreicht, durchläuft der Arbeitnehmer Wellen der Enttäuschung, Verzweiflung und Wut. Das ist verständlich; in dieser emotionalen Notlage ist jedoch nichts wichtiger, als einen möglichst klaren Kopf zu behalten.

 

Erste Schritte nach der Kündigung.

Auch wenn es häufig weh tut: In sein/ihr Arbeitsverhältnis wird der Arbeitnehmer in der Regel nicht mehr zurückkehren können. Auch wenn die Kündigung rechtlich wenig haltbar sein sollte, wird der Arbeitgeber alles daransetzen, den Arbeitnehmer nicht wieder in seinen Betrieb aufnehmen zu müssen. Darauf kann der Arbeitnehmer spekulieren und sich einsetzen für eine möglichst hohe Abfindung, ein sehr gutes Arbeitszeugnis und andere Ansprüche (Vergütung von Überstunden, Resturlaub, Sonderzahlungen etc.). Achtung: Hierfür läuft ab Zugang des Kündigungsschreibens eine sehr knappe Frist.

 

Klage gegen die Kündigung.

War der Arbeitnehmer mehr als ein halbes Jahr in einem Betrieb mit mehr als 10 Mitarbeitern beschäftigt, sollte der Arbeitnehmer unbedingt Klage vor dem Arbeitsgericht einreichen. Dann muss der Arbeitgeber einen Kündigungsgrund haben, mit dem er entweder eine betriebsbedingte, verhaltensbedingte oder personenbedingte Kündigung - die vom Arbeitsrecht vorgesehenen Kündigungsvarianten - rechtfertigen kann. Die Frist für eine Kündigungsschutzklage beträgt 3 Wochen - gerechnet ab Zugang des Kündigungsschreibens.

 

Unwirksamkeit der Kündigung wegen mangelnder Vollmacht.

Nicht selten hat jemand gekündigt, der hierzu nicht berechtigt ist - etwa innerhalb eines Unternehmens oder durch eine hierzu nicht ordnungsgemäß bevollmächtigte Person. Der Arbeitnehmer ist dann berechtigt, die Kündigung wegen mangelnder Vollmacht zurückzuweisen. Auch dies muss innerhalb einer sehr knappen Frist geschehen. Regelmäßig sind dies nur wenige Tage. 

 

Am besten zu einem Fachanwalt.

Der Arbeitnehmer ist in jedem Fall gut beraten, unmittelbar nach seiner Kündigung einen Fachanwalt für Arbeitsrecht aufzusuchen und die nächsten Schritte mit ihm/ihr zu besprechen. Der Anwalt hilft auch dabei, einen klaren Kopf zu behalten, oder in dieser Situation eher: ihn wieder zu bekommen.