Prozesskosten: Rechnet sich die Kündigungsschutzklage?

Kündigungsschutzklage: Prozesskosten kalkulierbar
Anwalt Abfindung

Eine Kündigungsschutzklage führt häufig zu einer Abfindung. Rechnet sich so eine Klage für den gekündigten Arbeitnehmer? Die Antwort ist fast immer ein klares ja. Der Grund: Die Prozesskosten vor dem Arbeitsgericht sind überschaubar, im Fall eines Vergleichs fallen die Gerichtskosten weg und die Gebühren eines Rechtsanwalts oder Fachanwalts für Arbeitsrecht bleiben bei arbeitsgerichtlichen Streitigkeiten kalkulierbar.

Überschaubare Prozesskosten vor dem Arbeitsgericht. Vor Arbeitsgerichten bleiben Prozesskosten üblicherweise im Vergleich niedrig und kalkulierbar. Zum einen liegt das am überschaubaren Streitwert einer Kündigungsschutzklage, der mit 3 Bruttomonatsgehältern bemessen wird und daher selten ausufert. Der Streitwert ist Grundlage für den Großteil der Prozesskosten: Rechtsanwaltsgebühren und Gerichtskosten. Zum anderen werden vor Arbeitsgerichten selten Zeugen geladen und fast nie (teure) Sachverständigengutachten in Auftrag gegeben.

Gerichtskosten fallen bei Vergleich weg. Die meisten Kündigungsschutzklagen werden mit einem Abfindungsvergleich beigelegt. Um die Parteien des Rechtsstreits zu einem einvernehmlichen Vergleich zu bewegen, fallen die Gerichtsgebühren weg, die der gekündigte Arbeitnehmer sonst zahlen müsste. Wirkt sich die Abfindung auf den Streitwert aus? 

Kalkulierbare Gebühren des Rechtsanwalts, Fachanwalts. Bei einer Kündigungsschutzklage trägt jede Seite seine außergerichtlichen Kosten in erster Instanz vor dem Arbeitsgericht selbst. Die Rechtsanwaltskosten bzw. die Kosten des Fachanwalts für Arbeitsrecht können deshalb - anders als bei Klagen in zivilrechtlichen Streitigkeiten vor Amtsgerichten oder Landgerichten - nicht ausufern. Mehr zu den Prozesskosten einer Kündigungsschutzklage, mit Rechenbeispielen, erfahren Sie hier

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Beim Arbeitsgericht in der ersten Instanz trägt jede Seite ihre eigenen außergerichtlichen Kosten selbst. Das bedeutet, dass man die Kosten des eigenen Rechtsanwalts unabhängig davon, ob man gewinnt oder verliert, tragen muss. Dafür hat man die Sicherheit, die Anwaltskosten und andere Prozesskosten der Gegenseite bei einer Kündigungsschutzklage erster Instanz unabhängig vom Ausgang der Klage nicht tragen zu müssen.

 

Kündigungsschutzklage - Kostensenkung möglich. Wer eine Rechtsschutzversicherung hat, muss maximal die dort vereinbarte Selbstbeteiligung (in der Regel zwischen 150 und 500 €) selbst tragen. Wer Anspruch auf Prozesskostenhilfe hat (eine Prüfung lohnt sich nach meiner Erfahrung bei einem Nettogehalt abzüglich Mietkosten von ca. 800 €), muss ebenfalls keine Kosten fürchten. Für alle anderen gilt: wenn das Kündigungsschutzgesetz Anwendung findet, lohnt sich eine Kündigungsschutzklage fast immer. Das bedeutet, dass die zu erziehende Abfindung (weit) über den entstehenden Kosten liegt.

 

Kündigungsschutzklage - Berechnung der Kosten: Beispiele. Beachten Sie bitte, dass die nachfolgenden Beispiele nur grobe Schätzungen sind. Letztendlich hängen die Kosten von dem vom Gericht festzusetzenden Streitwert ab. Dieser wiederum hängt davon ab, was letztlich im Laufe des Verfahrens an Ansprüchen zu klären ist. Weitere Ansprüche wie offenes Arbeitsentgelt, Überstundenvergütung, Arbeitszeugnis usw. können den Streitwert und damit auch die Kosten erhöhen. Der Streitwert einer Klage gegen die Kündigung wird nach dem Einkommen des klagenden Arbeitnehmers berechnet. Zu Grunde gelegt wird der dreifache Bruttomonatslohns des gekündigten Arbeitnehmers.

Folgende Anwaltskosten entstehen dem Arbeitnehmer, wenn man ein Verfahren vor dem Arbeitsgericht beendet mit einem Vergleich und sich darauf einigt, dass der Arbeitgeber eine Abfindung bezahlt:

 

Bruttomonatsgehalt des Arbeitnehmers 2000 € = Streitwert einer Kündigungsschutzklage in Höhe von 6000 €. Dabei entstehen folgenden Anwaltskosten:

- Anwaltskosten für die Vorbereitung des Verfahrens und für den Gerichtstermin vor dem Arbeitsgericht: 1.076,95 € (inklusive 19 % MwSt. und Post- und Kommunikationspauschale).

 

- Anwaltskosten für den Vergleich: 421,26 €.

 

Insgesamt ergibt das Anwaltskosten von 1.498,21 €.

 

Wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich einig sind und einen Vergleich schließen, entfällt die Gerichtsgebühr, bei einem Streitwert von 6.000 € eigentlich 495 €. 

 

Bruttomonatsgehalt des Arbeitnehmers von 4000 € = Streitwert einer Kündigungsschutzklage in Höhe von 12.000, Kosten des Anwalts nach der Gebührentabelle:

 

- 1.820,70 € (inklusive MwSt. und Pauschalen) für das Verfahren und den Termin.

 

- 718,76 € (inklusive MwSt.) für den Vergleich.

 

Zusammen ergibt das Anwaltskosten von 2.539,46 €.

 

Die Gerichtskosten wären bei diesem Streitwert eigentlich 801 €, sie entfallen bei einem Vergleich. 

 

Bruttomonatsgehalt des Arbeitnehmers von 6000 € = Die Kündigungsschutzklage hat einen Streitwert von 18.000 €, wonach sich Anwaltskosten errechnen in folgender Höhe:

 

- Anwaltsgebühren für das Verfahren und den Gerichtstermin: 2.094,40 €.

 

- Anwaltsgebühren für den Vergleich: 828,24 €.

 

Beendet man die Kündigungsschutzklage mit einem Vergleich, entstehen dem Arbeitnehmer bei einem Streitwert von 18.000 € Anwaltskosten von 2.922,64 €.

 

Natürlich gilt auch hier: Wird ein Vergleich geschlossen, sparen sich die Parteien des Rechtsstreits Gerichtskosten von 957 €, die das Arbeitsgericht bei einem solchen Streitwert sonst in Rechnung gestellt hätte.

 

Kündigungsschutzklage - Kostenrisiko überschaubar. Sollten das Arbeitsgericht Zeugen vernehmen (sehr selten), sind diese Kosten (Reisekosten des Zeugen etc.) von der unterlegenen Seite zu zahlen. Das gilt auch für Kosten eines Sachverständigengutachtens (noch seltener). Sollten die Parteien den Kündigungsschutzprozess durch einen Vergleich beenden, erhöhen sich hierdurch die Anwaltsgebühren, und die Gerichtskosten entfallen - siehe die obigen Rechenbeispiele. Ein Vergleich wird regelmäßig nur dann geschlossen, wenn er sich finanziell lohnt. Fallen Gerichtskosten an, zahlt sie grundsätzlich die unterlegene Partei, häufig ordnet das Gericht eine Teilung der Kosten an. 

 

Fazit vom Fachanwalt. Da die Höhe der erzielten Abfindung regelmäßig ein Vielfaches des Bruttomonatsgehalts beträgt, lohnt sich eine Kündigungsschutzklage nahezu immer. Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck erklärt in einem Video, mit welcher Abfindungshöhe gekündigte Arbeitnehmer rechnen können.


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Wir nehmen Ihr Problem in die Hand. Nach über 18 Jahren Erfahrung auf dem Gebiet Kündigungschutz im Arbeitsrecht weiß Fachanwalt Bredereck worum es geht. Er hat ein formalisiertes Vorgehen gegen Kündigungen entwickelt, dass wir Ihnen nachfolgend zusammenfassend darstellen:

 

Baustein 1 (kostenlos): Kostenlose und für Sie unverbindlich können Sie mit Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck erörtern, ob das Kündigungsschutzgesetz Anwendung findet oder ob sich die Klage gegen die Kündigung aus anderen Gründen lohnt. Sie erreichen Fachanwalt Bredereck unter 030.40004999 oder bredereck@remove-this.kuendigungen-anwalt.de.

 

Baustein 2: Sie übersenden uns Ihren Arbeitsvertrag, die Kündigung, die letzten drei Gehaltsbescheinigungen, eine Zusammenstellung der aus Ihrer Sicht noch offenen Forderungen. Wir übersenden Ihnen eine individuelle Beratung (Beispiel: Beratung zur Kündigung) zu den nächsten notwendigen Schritten, den Entwurf eines Schreibens an den Arbeitgeber (Beispiel: Arbeitgeberschreiben) und den Entwurf einer Kündigungsschutzklage (Beispiel: Muster Kündigungsschutzklage).

 

Baustein 3: Wir stimmen die endgültige Version des Schreibens an den Arbeitgeber und der Kündigungsschutzklage mit Ihnen ab und versenden beides.

 

Baustein 4: Wir stimmen die weitere Strategie mit Ihnen ab. Gegebenenfalls werden mit dem Arbeitgeber schon jetzt Verhandlungen über eine Aufhebungsvereinbarung geführt.

 

Baustein 5: Wir vertreten Sie im Gütetermin und falls notwendig auch im darauf folgenden Kammertermin vor dem Arbeitsgericht. Sollte es zu einer Einigung kommen (95 Prozent aller Fälle) achten wir darauf, dass die Vereinbarung (Beispiel Aufhebungsvereinbarung) so formuliert ist, dass es nicht zu einer Sperrzeit beim Bezug von Arbeitslosengeld oder zu einer Anrechnung der Abfindung auf das Arbeitslosengeld oder zu sonstigen Nachteilen kommt. Wir sichern Ihre Ansprüche, insbesondere auch den Inhalt des Arbeitszeugnisses.

 

Informationen zu den Kosten des Vorgehens finden Sie hier. Wir arbeiten zu den gesetzlichen Gebühren.


Wollen Sie mehr über die Tätigkeit von Fachanwalt Bredereck wissen? Sie wollen wissen, was geschieht, wenn Sie Fachanwalt Bredereck nach einer Kündigung beauftragen, Ihre Rechte durchzusetzen? Informieren Sie sich mit der folgenden Video-Serie: Kündigungsschutzklage mit Fachanwalt Bredereck, oder rufen Sie Anwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck an für eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Chancen nach einer Kündigung: 030-4000 4999