Anwalt für Arbeitsrecht: Tipps rund um die Vorladung zum Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen (MDK)

Keine Angst vor der MDK-Untersuchung! Das Kündigungs-Risiko liegt oft ganz woanders. Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck klärt auf über die Gefahren bei häufiger Arbeitsunfähigkeit.
Arbeitsrechtler Abfindung

Der Arbeitgeber traut also der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht und lässt Sie durch den MDK, den Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen, vorladen zu einer ärztlichen Untersuchung. Was will er damit erreichen? Und: Ist es ratsam, als Arbeitnehmer dort zu erscheinen? Was, wenn der MDK-Arzt Sie wieder gesundschreibt? Werden Sie deshalb automatisch gekündigt? Der Reihe nach:

Was will der Arbeitgeber mit der MDK-Untersuchung erreichen? Auch wenn der Arbeitgeber vermutet, dass der Arbeitnehmer krankfeiert: Gegen eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung kann er erst einmal wenig machen. Schließlich ist sie ein Indiz dafür, dass der Arbeitnehmer in Wirklichkeit arbeitsunfähig krank ist. Dieses Indiz kann der Arbeitgeber erschüttern, und eine Möglichkeit ist die ärztliche Zweituntersuchung bei einem Arzt beim MDK.

Was tun bei einer MDK-Vorladung? Meistens sträuben sich Arbeitnehmer gegen die Untersuchung beim MDK, sie befürchten, dass der MDK einen wieder gesundschreibt und dass man dann automatisch in große Schwierigkeiten kommt, vielleicht die Kündigung erhält. Als Arbeitsrechtler kann ich da nur sagen: Gehen Sie ruhig hin zu der Untersuchung beim MDK! Stellt der MDK-Arzt nämlich fest, dass man arbeitsunfähig ist, wird einem kaum noch jemand vorwerfen, man sei ein Simulant. Und wenn einen der MDK wieder gesundschreibt, hat man immer noch die Möglichkeit, wieder zum Facharzt zu gehen. Der wird die Arbeitsunfähigkeit regelmäßig wieder bestätigen, wenn sie tatsächlich vorliegt.

Risiko verhaltensbedingte Kündigung.
Das Verhalten des Arbeitnehmers während seiner Krankheit kann da schon eher zu einer (verhaltensbedingten) Kündigung führen. Und zwar wenn der arbeitsunfähig krankgeschriebene Mitarbeiter über Sozialen Medien Fotos postet, die ihn gut erholt am Strand oder bei einer Party zeigen. Oder wenn er etwas kommentiert, was ihm arbeitsrechtlich auf die Füße fallen kann, beispielsweise bedenkliche Äußerungen über den Arbeitgeber oder über Kollegen. Denn eines ist sicher: Der Arbeitgeber wird jeden auf dem Kieker haben, der auffällig oft und lange fehlt.

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 In Kurz-Videos informiert er über die richtige Strategie bei einer MDK-Vorladung und über die Abfindungs-Chancen im Fall einer Kündigung. Oder: Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck an unter 030.40004999 für eine kostenlose und unverbindliche Ersteinschätzung!



Abfindung

Muss man zur Vorladung erscheinen beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK)? Fachanwalt Bredereck hat die Antwort:


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