Kündigung zu Weihnachten - Anwalt informiert

Arbeitsrechtler informiert: Das Wichtigste zu Kündigung an Weihnachten und Frist einer Kündigungsschutzklage.
Fachanwalt Arbeitsrecht

Kündigung vor Weihnachten zulässig? Anwalt informiert zu den Themen „Kündigung am Jahresende“ und „Frist einer Kündigungsschutzklage“.


Mehr Kündigungen am Ende des Jahres.
Damit wollen Arbeitgeber dem gekündigten Mitarbeiter nicht unbedingt das Fest vermasseln; häufig möchte man ein Problem vom Tisch haben, bevor das neue Jahr beginnt. Für den Arbeitnehmer ist das bitter, zumal eine Kündigung kurz vor Weihnachten rechtlich erlaubt ist. 


Vorsicht: Frist für Kündigungsschutzklage läuft schnell ab. Ob Feiertage dazwischen liegen oder nicht: Die Frist für die Kündigungsschutzklage läuft in 3 Wochen nach der Kündigung ab. Die Gefahr ist groß, dass die Frist versäumt wird: Zum einen „verführen“ die Feiertage dazu, Dinge schleifen zu lassen; andererseits sind viele Anwaltskanzleien, Fachanwaltskanzleien oder Beratungsstellen über die Feiertage geschlossen, was es schwieriger macht, rechtlichen Rat einzuholen. Wer die Frist versäumt, Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einzureichen, vergibt in den meisten Fällen seine Chance auf eine hohe Abfindung.

3-Wochen-Frist für Kündigungsschutzklage – was bedeutet das konkret. Einige Rechenbeispiele: Wer die Kündigung am Freitag, den 23.12.2016 erhält, muss die Klage spätestens am 13.12.2017 bis 24 Uhr bei Gericht zustellen. Feiertage sind für das Fristende wichtig: Endet die Frist an einem Wochenende oder an einem gesetzlichen Feiertag, wie z.B. dem 2. Weihnachtstag, endet die Frist am darauffolgenden Werktag. Wer also am Montag, den 05.12.2016 die Kündigung erhalten hat, kann theoretisch noch am Dienstag, den 27.12.2016 bis 24 Uhr beim Arbeitsgericht Kündigungsschutzklage einreichen. Erfahrungsgemäß sollte man das Fristende nicht ausreizen und sich möglichst früh Gedanken machen, ob sich eine Klage lohnt.


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Nach einer Kündigung ist eins klar: Eine hohe Abfindung wäre jetzt genau das richtige. Manchmal bietet sie der Arbeitgeber von sich aus an. Was oft übersehen wird, aber häufig vorkommen kann: Die Kündigung führt zu einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeld oder die Bundesagentur für Arbeit rechnet die Abfindung auf das Arbeitslosengeld an. Ergebnis: Der gekündigte Mitarbeiter verliert einen Teil seiner hart verhandelten Abfindung. Wie vermeidet man das?

Sperrzeit – Was bedeutet das für das Arbeitslosengeld? Nach der Kündigung sind die meisten Arbeitnehmer arbeitslos. Je nachdem, wie lange das versicherungspflichtige Arbeitsverhältnis angedauert hat, erhält man 6-12, unter Umständen auch 24 Monate Arbeitslosengeld (Alg I). Wenn die Bundesagentur für Arbeit eine Sperrzeit verhängt, erhält der arbeitslose Arbeitnehmer 12 Wochen kein Arbeitslosengeld.

 

Wann verhängt die Bundesagentur für Arbeit eine Sperrzeit? Grundsätzlich verhängt die BA eine Sperrzeit, wenn der Arbeitnehmer für seine Arbeitslosigkeit „verantwortlich“ ist. Eine Sperrzeit ist wie eine Strafe für die selbstverschuldete Arbeitslosigkeit; sie soll versicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse erhalten. Selbstverschuldet wäre die Arbeitslosigkeit zum Beispiel nach einer verhaltensbedingten Kündigung, einer fristlosen Kündigung, einer Eigenkündigung oder nach einem Aufhebungsvertrag

 

Wann droht eine Anrechnung der Abfindung? Wenn ein Mitarbeiter einen Aufhebungsvertrag mit Abfindungszahlung aushandelt, kann es passieren, dass die Bundesagentur nicht nur eine Sperrzeit verhängt, sondern die Abfindung auf das restliche Arbeitslosengeld anrechnet. Das geschieht regelmäßig, wenn sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber darauf einigen, dass das Arbeitsverhältnis vor Ablauf der gesetzlich geregelten Kündigungsfrist abläuft. Daher: Ohne Rat eines erfahrenen Spezialisten im Kündigungsrecht sollte man keinen Aufhebungsvertrag abschließen.

 

Wie vermeidet man Sperrzeit und Anrechnung aufs Arbeitslosengeld? Wer mit einer Kündigungsschutzklage gegen seine Kündigung vorgeht, vermiedet in fast allen Fällen eine Sperrzeit und die Anrechnung der Abfindung auf das Arbeitslosengeld. Ob sich ein Prozess vor dem Arbeitsgericht lohnt, beantwortet ein erfahrener Spezialist im Arbeitsrecht. Bei alldem ist es enorm wichtig, schnell zu handeln, die Dinge nicht schleifen zu lassen: Für die Klage läuft eine kurze Frist von 3 Wochen nach Zugang des Kündigungsschreibens. Ist diese erst einmal verstrichen, ist die Chance auf eine Abfindung dahin – und durch die Sperrzeit muss man häufig auch noch draufzahlen!


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