Kündigung wegen Krankheit: Hohe Abfindung? Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck klärt auf

Fragen rund um Kündigung wegen Krankheit beantwortet Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck: 030.40004999.
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Welche Chancen hat man auf eine hohe Abfindung, im Fall einer Kündigung wegen Krankheit, beispielsweise nach einer langen Krankheitsphase? Als Arbeitsrechtler habe ich die Erfahrung gemacht: In den meisten Fällen schießen die Arbeitgeber übers Ziel mit der krankheitsbedingten Kündigung, häufig übersieht der Arbeitgeber Formalien, oder die strengen Voraussetzungen des Kündigungsschutzgesetzes. Die Chancen auf eine hohe Abfindung sind regelmäßig sehr gut, wenn der Arbeitgeber die Kündigung mit der Krankheit des Arbeitnehmers begründet.

 

Es gibt Formalien, die immer wieder unter den Tisch fallen. Etwa das betriebliche Eingliederungsmanagement, kurz: BEM. Bevor der Arbeitgeber eine Kündigung in Erwägung zieht, muss ein BEM ordnungsgemäß durchgeführt werden. Häufig scheitert die krankheitsbedingte Kündigung daran. Oder der Arbeitgeber missachtet die vom Bundesarbeitsgericht aufgestellten Betrachtungszeiträume.

 

Die Gesundheitsprognose muss negativ sein. Der Arbeitnehmer kann nicht mehr geheilt werden, und wird in Zukunft aufgrund seiner Krankheit nicht mehr arbeiten können. Regelmäßig miss diese Voraussetzung erfüllt sein, und damit tun sich Arbeitgeber fast immer sehr schwer. Nimmt der Arbeitnehmer beispielsweise an einer bewilligten Reha-Maßnahme teil, schließt das eine positive Gesundheitsprognose regelmäßig mit ein. Sonst hätte die Kasse dem erkrankten Arbeitnehmer die Maßnahme nicht bewilligt!

 

Hat der Arbeitnehmer einen Grad der Behinderung (GdB) von über 50%? In dem Fall kommen weitere Hürden für eine Kündigung hinzu. Und Arbeitnehmer, die einen GdB von 30% haben, können einen Ausgleichsantrag bei der Bundesagentur für Arbeit stellen, um kündigungsrechtlich gleichbehandelt zu werden.

 

Was bedeutet das für die Höhe der Abfindung? Zusammengefasst: Je mehr Zweifel aufkommen an der Wirksamkeit der Kündigung, beispielsweise indem man die negative Gesundheitsprognose erschüttert, desto eher wird der Arbeitgeber das Risiko einer Kündigungsschutzklage scheuen und eine hohe Abfindung anbieten. In den meisten Fällen sind Arbeitgeber zu hohen Abfindungszahlungen erst während eines Kündigungsschutzprozesses vor dem Arbeitsgericht bereit.

 

Mehr zum Thema Kündigung wegen Krankheit erfahren Sie in den folgenden Kurz-Videos. Wer eine Kündigung wegen Krankheit erhalten hat, sollte sich schnell Experten-Rat einholen. Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck erreichen Sie unter 030.40004999, telefonische Ersteinschätzung kostenlos und unverbindlich.



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Unter Umständen kann eine Abfindung von der Bundesagentur für Arbeit auf das Arbeitslosengeld (Alg I) angerechnet werden. Wenn der Arbeitgeber vor hat, betriebsbedingte Kündigungen auszusprechen, kann es vorkommen, dass er den Arbeitnehmern zuerst Auflösungsverträge anbietet, in dem sich beide Seiten auf die Beendigung des Arbeitsverhältnisses und eine Abfindung einigen. Dieses Vorgehen ist bei Unternehmen beliebt. Es schließt für sie das Risiko einer Kündigungsschutzklage aus, wo meist deutlich höhere Abfindungen gezahlt werden. Für den Arbeitnehmer bedeutet ein Auflösungsvertrag ein erhebliches Risiko.

 

Betriebsbedingte Kündigung, Abfindung und Arbeitslosengeld. Eine Abfindung, die man dem Arbeitnehmer im Zusammenhang mit einer betriebsbedingten Kündigung auszahlt, darf sich eigentlich nicht auswirken auf den Bezug von Arbeitslosengeld (Alg I). Eine Anrechnung der Abfindung auf das Arbeitslosengeld, beziehungsweise eine Teilanrechnung, ist grundsätzlich nur für Fälle vorgesehen, in denen man sich in einem Aufhebungsvertrag auf ein Beendigungszeitpunkt einigt, der vor der gesetzlich vorgesehenen Kündigungsfrist liegt. Wirtschaftliche Nachteile hat der Arbeitnehmer aber auch dann zu befürchten, wenn er für die Beendigung verantwortlich gemacht wird. Die Bundesagentur für Arbeit verhängt dann regelmäßig eine Sperrzeit von regelmäßig bis zu 12 Wochen. Das ist nicht nur bei einer fristlosen Kündigung, bei einer verhaltensbedingten Kündigung der Fall, sondern auch bei einer (nach außen hin freiwilligen) Auflösung des Arbeitsverhältnisses durch einen Aufhebungsvertrag.

 

Betriebsbedingte Kündigung: Lohnt sich eine Kündigungsschutzklage? Oft bieten Arbeitgeber bei betriebsbedingten Kündigungen Abfindungen an - meistens im Rahmen eines Sozialplans. Da sie im Zusammenhang einer betriebsbedingten Kündigung gezahlt werden, lassen solche Abfindungen den Bezug von Arbeitslosengeld zwar unangetastet, da der Arbeitnehmer den Arbeitsplatzverlust nicht verursacht hat. Eine Sperrzeit braucht der gekündigte Arbeitnehmer deshalb regelmäßig nicht zu befürchten. Dennoch wird sich eine Kündigungsschutzklage in solchen Fällen häufig lohnen, da die Arbeitgeber vor Arbeitsgerichten oft erfahrungsgemäß deutlich höhere Abfindungen zahlen. Nicht selten verstoßen betriebsbedingte Kündigungen nämlich gegen arbeitsrechtliche Bestimmungen. Der Arbeitgeber ist dann vor Gericht gezwungen, einer meist deutlich höheren Abfindung zuzustimmen, um dass Risiko auszuschließen, den Arbeitnehmer wieder einzustellen und gegebenenfalls viele Monate Lohn und Gehalt nachzahlen zu müssen.

 

Betriebsbedingte Kündigung: Fachanwalt berät und vertritt vor dem Arbeitsgericht. Wer vor einer betriebsbedingten Kündigung steht und dabei vor die Wahl gestellt wird, einen Aufhebungsvertrag zu unterzeichnen, sollte sich möglichst schnell von einem ausgewiesenen und erfahrenen Experten im Arbeitsrecht beraten lassen. Nur ein erfahrener Spezialist - meistens ein Fachanwalt für Arbeitsrecht - kann über die für den Arbeitnehmer beste Vorgehensweise bei einer betriebsbedingten Kündigung aufklären. Wer schnell handelt und gut beraten ist, kann unter Umständen eine deutlich höhere Abfindung erhalten.


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