Was tun bei einer Depression: Weiter arbeiten oder krankschreiben lassen?

Alle Fragen rund um Depression, Kündigung und Abfindung beantwortet Anwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck.
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Arbeitnehmer mit der Krankschreibung Depressionen fragen sich: Was darf ich machen? Wie soll ich mich verhalten? Sollte man trotz einer Depression bei der Arbeit erscheinen? Wann drohen arbeitsrechtliche Konsequenzen - und welche? Antworten und Tipps für Arbeitnehmer hat Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck.

 

Was darf man machen, wie muss man sich verhalten mit der Krankschreibung Depression? Grundsätzlich gilt: Auch bei einer psychischen Erkrankung muss der Arbeitnehmer bei seinem Genesungsprozess mitwirken. Ein Facharzt oder Psychotherapeut wird hier die richtigen Tipps geben können, was man beispielsweise tun kann, um die Belastungen einzudämmen.

 

Trotz Depression weiter, wieder arbeiten? In Einzelfällen kann es aus medizinischer Sicht unter Umständen sinnvoll sein, nach oder mit einer Depression zu arbeiten oder schrittweise wieder in das Arbeitsleben zurückzukehren. Allerdings: Ob und wann man aus medizinischer Sicht arbeiten darf, ist eine Frage, die man mit einem Arzt/Psychotherapeut absprechen sollte. Kein Arbeitnehmer sollte seine Gesundheit aufs Spiel setzen!

 

Welche arbeitsrechtlichen Konsequenzen muss man wegen einer Depression befürchten? Wer langfristig krank geschrieben ist, kann aus personenbedingten Gründen gekündigt werden. Eine Kündigung wegen Krankheit ist aber nur unter sehr strengen Voraussetzungen möglich. Grundsätzlich bietet das Kündigungsschutzgesetz erkrankten Arbeitnehmern einen robusten Kündigungsschutz. Dennoch: Arbeitnehmer mit einer Depression sollten sich frühzeitig bei einem Anwalt oder Fachanwalt für Arbeitsrecht erkundigen, wie man eine Kündigung wegen psychischer Erkrankung am besten vermeidet. Grundsätzlich kommt eine Kündigung wegen langfristiger Krankheit  - neben weiteren Voraussetzungen - nur in Frage nach einer Arbeitsunfähigkeit von mindestens sechs aufeinander folgenden Wochen.

 

Depression: Was kann man tun, um die Kündigung zu vermeiden? Zunächst: Äußern Sie sich am Arbeitsplatz nicht über die Ursachen der Krankschreibung oder Arbeitsunfähigkeit. Als Arbeitnehmer ist man dazu regelmäßig nicht verpflichtet. Das Wort „Depression“ sollten Sie nicht verwenden – zu makelbehaftet, zu endgültig wird diese Diagnose im Allgemeinen (noch) wahrgenommen. Wenn man sich überhaupt äußert, sollte man von einem Burnout sprechen. Auch wichtig: Beachten Sie Ihre arbeitsvertraglichen Pflichten! Nehmen Sie alle Vorgaben aus dem Arbeitsvertrag ernst, und Betriebsvereinbarungen zur Arbeitsunfähigkeit, sowie alle Informations- und Mitwirkungspflichten.

Wann droht eine Kündigung wegen psychischer Erkrankung? Die Hürden sind sehr hoch, beispielsweise muss der Arbeitgeber ein betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) ordnungsgemäß durchführen, die Gesundheitsprognose muss negativ ausfallen, und die Arbeitsunfähigkeit darf nicht vom Arbeitgeber herbeiführt worden sein - um nur einige der Hürden zu nennen, die ein Arbeitgeber nehmen muss, wenn er einen langzeiterkrankten Mitarbeiter wirksam kündigen will.

 

Holen Sie sich frühzeitig Rat bei einem Anwalt oder Fachanwalt für Arbeitsrecht! Legen Sie sich eine Strategie zurecht, die Sie am besten vor einer Kündigung schützt oder Ihnen eine hohe Abfindung sichert. Bei Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck erhalten Sie unter 030.40004999 eine kostenlose und unverbindliche Ersteinschätzung Ihrer Klage- und Abfindungschancen. Dieses Angebot gilt für Arbeitnehmer, die eine Kündigung erhalten haben, und für Arbeitnehmer, denen eine Kündigung droht, beispielsweise wegen einer psychischen Erkrankung oder einer Depression.



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Sie befürchten eine Kündigung wegen Krankheit und wollen sich auf das BEM-Gespräch gut vorbereiten? Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck berät: 030.40004999.
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Wie verhalte ich mich als Arbeitnehmer beim BEM-Gespräch? Was darf ich sagen, was sollte ich auf keinen Fall preisgeben? Die Fragen sind berechtigt, denn hier wird viel falsch gemacht von Arbeitnehmern. Und die Fehler, die man in einem BEM-Gespräch macht, können sich später in einem Kündigungsschutzprozess rächen. Antworten und Verhaltenstipps hat Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck, Experte für Kündigungsschutz und Abfindungen. 

 

Warum ist das BEM-Gespräch so heikel für Arbeitnehmer? Das liegt daran, dass ein korrekt durchgeführtes BEM eine Voraussetzung ist für die Kündigung eines Arbeitnehmers wegen Krankheit. Genauso, wie eine verhaltensbedingte Kündigung regelmäßig nur möglich ist mit einer vorherigen Abmahnung, ist eine krankheitsbedingte Kündigung regelmäßig nur wirksam, wenn ein BEM korrekt durchgeführt wurde. Ein fehlendes oder fehlerhaftes BEM ist für die meisten Kündigungen wegen Krankheit ein Totschlagkriterium. 

 

Das betriebliche Eingliederungsmanagement soll die Arbeitsfähigkeit des Arbeitnehmers wieder herstellen. Für diesen Zweck ist es gesetzlich vorgesehen. Der Arbeitgeber muss ein BEM wenigstens versuchen, bevor er eine Kündigung wegen Krankheit als letztes Mittel, als sogenannte ultima ratio, ausspricht. Die Anforderungen an ein BEM sind allerdings unklar, eine gefestigte Rechtsprechung gibt es dazu noch nicht, auch der Arbeitgeber kann hier viel Falsch machen.

 

Diese Tipps habe ich als Arbeitsrechtler für Arbeitnehmer, die kurz vor einem BEM-Gespräch stehen:

 

Gehen Sie hin! Ihre Teilnahme am BEM-Gespräch sollten Sie regelmäßig nicht verweigern. Wer beim BEM-Gespräch nicht teilnimmt, kann dem Arbeitgeber bei einem späteren Kündigungsschutzprozess nicht vorwerfen, das BEM nicht ordnungsgemäß durchgeführt zu haben. Wer das BEM verweigert, riskiert, dass eine spätere krankheitsbedingte Kündigung wirksam sein wird. Der Arbeitnehmer verringert dadurch seine späteren Chancen auf eine Abfindung.

 

Äußern Sie sich nicht oder nur nach vorheriger Absprache mit einem Anwalt über die Ursachen ihrer Krankheit. Seien Sie vorsichtig, wenn man Sie nach Krankheitsursachen fragt. Viele Arbeitnehmer führen ein BEM nur durch, um eine Kündigung vorzubereiten. Wenn man dann sagt, man leide an einer schweren Krankheit und werde in absehbarer Zeit nicht gesund, gibt man dem Arbeitgeber regelmäßig eine Steilvorlage für die Kündigung.

 

Gehen Sie vor einem BEM-Gespräch zu einem Anwalt. Sprechen Sie mit ihm darüber, wie viel Transparenz nötig ist, um Ihrer Mitwirkungspflicht zu genügen und über welche Dinge Sie besser nicht reden sollten. Es gibt bestimmte Erkrankungen, die gesellschaftlich sehr negativ angesehen sind, wie beispielsweise eine Depression. Wer sich da zu sehr öffnet, kann sich schnell isolieren – und erst Recht seine Kündigung riskieren.

Haben Sie Fragen zum BEM-Gespräch? Bereitet man Ihre krankheitsbedingte Kündigung vor? Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck erreichen Sie in seinen Fachanwaltskanzleien für Arbeitsrecht unter 030.40004999. Die telefonische Ersteinschätzung Ihrer Kündigungs- und Abfindungschancen ist bei Anwalt Bredereck kostenlos und unverbindlich.


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