Betriebsbedingte Kündigung: hohe Abfindung erreichen!

Hohe Abfindung bei betriebsbedingter Kündigung: Mit Anwalt für Arbeitsrecht Bredereck Kündigungsschutzklage einreichen.
Anwalt Arbeitsrecht

Wann hat der betriebsbedingt gekündigte Mitarbeiter gute Chancen auf eine hohe Abfindung? Der Arbeitgeber muss eine Reihe von Bedingungen erfüllen, damit die von ihm ausgesprochene betriebsbedingte Kündigung nicht gegen das Arbeitsrecht verstößt. 

 

1. Hat der Arbeitgeber eine richtige Sozialauswahl getroffen? Die Sozialauswahl ist gerade in größeren Betrieben erfahrungsgemäß sehr schwierig. Der Chef muss unter seinen für die Entlassungswelle in Frage kommenden Mitarbeitern die sozial am wenigsten schutzbedürftigen auswählen. Die Kriterien der Sozialauswahl sind: Dauer der Betriebszugehörigkeit, Lebensalter, Familienstand, Unterhaltspflichten. Setzt der Arbeitgeber einen Mitarbeiter vor die Tür, der sozial schutzbedürftiger, als ein im Betrieb gehaltener Kollege ist, führt dies regelmäßig zur Unwirksamkeit der betriebsbedingten Kündigung.

 

2. Liegt betriebliche Erfordernis vor? Eine betriebsbedingte Kündigung ist nach dem Kündigungsschutzgesetz nur dann zulässig, wenn der Arbeitsplatz aufgrund betrieblicher Erfordernis entfällt. Beispiele dafür sind: Filialschließungen, die Auslagerung von Unternehmensleistungen an ein externes Unternehmen (Outsourcing), Optimierung von Arbeitsabläufen und andere Rationalisierungsmaßnahmen. Eine betriebsbedingte Kündigung scheitert nicht selten daran, dass der Arbeitgeber deren betriebliche Erfordernis nicht nachvollziehbar begründen kann. 

 

3. Kann der Arbeitnehmer woanders im Unternehmen weiterbeschäftigt werden? Der Arbeitgeber muss alles daransetzen, dem Mitarbeiter eine andere Beschäftigungsmöglichkeit im Unternehmen zu finden. Nach dem sogenannten Ultima-Ratio-Prinzip ist die betriebsbedingte Kündigung nur dann möglich, wenn eine Versetzung auf einen anderen Arbeitsplatz oder eine Änderungskündigung ausgeschlossen sind. 

 

4. Geht die Interessenabwägung zugunsten des Arbeitgebers? Der Arbeitgeber muss abwägen zwischen seinen Interessen an der betriebsbedingten Kündigung und den Interessen seines Mitarbeiters, den Arbeitsplatz zu behalten. Obwohl diese Interessenabwägung im Vergleich zu einer krankheitsbedingten Kündigung oder einer verhaltensbedingten Kündigung eine eher untergeordnete Rolle spielt, schreibt sie das Arbeitsrecht auch für die betriebsbedingte Kündigung vor. 

 

5. Sind alle anderen Bedingungen einer betriebsbedingten Kündigung erfüllt? Um wirksam betriebsbedingt kündigen zu dürfen, muss der Arbeitgeber weitere – allgemeine – Voraussetzungen einhalten. Dazu gehört z.B. die Beachtung der Schriftform und die ordnungsgemäße Betriebsratsanhörung.

 

Bestehen Zweifel an der Wirksamkeit der Kündigung, sind die Chancen auf eine hohe Abfindung sehr gut! Wie Sie sehen, muss der Arbeitgeber viele arbeitsrechtliche Vorgaben beachten und einhalten, um einem Mitarbeiter wirksam betriebsbedingt kündigen zu dürfen. Ein entlassener Mitarbeiter, der fristgemäß Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht einreicht, hat häufig gute Chancen auf eine hohe Abfindung, wenn der Arbeitgeber etwas übersehen oder bei der betriebsbedingten Kündigung Fehler gemacht hat. Je mehr Fehler der Arbeitgeber macht, desto attraktiver die Abfindung für den wegrationalisierten Mitarbeiter. Sprechen Sie mit einem erfahrenen Spezialisten im Arbeitsrecht - ein Rechtsanwalt oder Fachanwalt für Arbeitsrecht - über die beste Vorgehensweise, zu einer möglichst hohen Abfindung zu gelangen. 


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Unter Umständen kann eine Abfindung von der Bundesagentur für Arbeit auf das Arbeitslosengeld (Alg I) angerechnet werden. Wenn der Arbeitgeber vor hat, betriebsbedingte Kündigungen auszusprechen, kann es vorkommen, dass er den Arbeitnehmern zuerst Auflösungsverträge anbietet, in dem sich beide Seiten auf die Beendigung des Arbeitsverhältnisses und eine Abfindung einigen. Dieses Vorgehen ist bei Unternehmen beliebt. Es schließt für sie das Risiko einer Kündigungsschutzklage aus, wo meist deutlich höhere Abfindungen gezahlt werden. Für den Arbeitnehmer bedeutet ein Auflösungsvertrag ein erhebliches Risiko.

 

Betriebsbedingte Kündigung, Abfindung und Arbeitslosengeld. Eine Abfindung, die man dem Arbeitnehmer im Zusammenhang mit einer betriebsbedingten Kündigung auszahlt, darf sich eigentlich nicht auswirken auf den Bezug von Arbeitslosengeld (Alg I). Eine Anrechnung der Abfindung auf das Arbeitslosengeld, beziehungsweise eine Teilanrechnung, ist grundsätzlich nur für Fälle vorgesehen, in denen man sich in einem Aufhebungsvertrag auf ein Beendigungszeitpunkt einigt, der vor der gesetzlich vorgesehenen Kündigungsfrist liegt. Wirtschaftliche Nachteile hat der Arbeitnehmer aber auch dann zu befürchten, wenn er für die Beendigung verantwortlich gemacht wird. Die Bundesagentur für Arbeit verhängt dann regelmäßig eine Sperrzeit von regelmäßig bis zu 12 Wochen. Das ist nicht nur bei einer fristlosen Kündigung, bei einer verhaltensbedingten Kündigung der Fall, sondern auch bei einer (nach außen hin freiwilligen) Auflösung des Arbeitsverhältnisses durch einen Aufhebungsvertrag.

 

Betriebsbedingte Kündigung: Lohnt sich eine Kündigungsschutzklage? Oft bieten Arbeitgeber bei betriebsbedingten Kündigungen Abfindungen an - meistens im Rahmen eines Sozialplans. Da sie im Zusammenhang einer betriebsbedingten Kündigung gezahlt werden, lassen solche Abfindungen den Bezug von Arbeitslosengeld zwar unangetastet, da der Arbeitnehmer den Arbeitsplatzverlust nicht verursacht hat. Eine Sperrzeit braucht der gekündigte Arbeitnehmer deshalb regelmäßig nicht zu befürchten. Dennoch wird sich eine Kündigungsschutzklage in solchen Fällen häufig lohnen, da die Arbeitgeber vor Arbeitsgerichten oft erfahrungsgemäß deutlich höhere Abfindungen zahlen. Nicht selten verstoßen betriebsbedingte Kündigungen nämlich gegen arbeitsrechtliche Bestimmungen. Der Arbeitgeber ist dann vor Gericht gezwungen, einer meist deutlich höheren Abfindung zuzustimmen, um dass Risiko auszuschließen, den Arbeitnehmer wieder einzustellen und gegebenenfalls viele Monate Lohn und Gehalt nachzahlen zu müssen.

 

Betriebsbedingte Kündigung: Fachanwalt berät und vertritt vor dem Arbeitsgericht. Wer vor einer betriebsbedingten Kündigung steht und dabei vor die Wahl gestellt wird, einen Aufhebungsvertrag zu unterzeichnen, sollte sich möglichst schnell von einem ausgewiesenen und erfahrenen Experten im Arbeitsrecht beraten lassen. Nur ein erfahrener Spezialist - meistens ein Fachanwalt für Arbeitsrecht - kann über die für den Arbeitnehmer beste Vorgehensweise bei einer betriebsbedingten Kündigung aufklären. Wer schnell handelt und gut beraten ist, kann unter Umständen eine deutlich höhere Abfindung erhalten.


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Betriebsbedingte Kündigung. Eine betriebsbedingte Kündigung ist eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses aus betriebswirtschaftlichen Gründen. Die Kündigung muss zur finanziellen Gesundung des Arbeitgebers beitragen oder sonst wirtschaftlich sinnvoll sein. Eine hohe Abfindung ist hier in sehr vielen Fällen möglich. Der Arbeitgeber muss eine Sozialauswahl unter den für eine betriebsbedingte Kündigung in Frage kommenden Mitarbeitern treffen. Diese ist sehr häufig fehlerhaft, so dass sich eine Kündigungsschutzklage meistens lohnt. Bei einer betriebsbedingten Kündigung sollte sich der betroffene Arbeitnehmer unbedingt frühzeitig Rat bei einem Rechtsanwalt oder Fachanwalt für Arbeitsrecht einholen. 

 

Betriebseinstellung, Betriebsschließung. In diesen Fällen wird die Betriebstätigkeit eingestellt und es kommt regelmäßig zu zahlreichen betriebsbedingten Kündigungen, gegen die es sich sehr oft lohnt, mit einer Kündigungsschutzklage vorzugehen. Hinter vielen Betriebsschließungen verbirgt sich ein Betriebsübergang, der eine Weiterbeschäftigung rechtfertigen würde. Deshalb sind Arbeitgeber oft bereit, hohe Summen als Abfindung zu zahlen, um die Mitarbeiter nicht doch noch weiter beschäftigen zu müssen. 

 

Betriebsrat. Mitglieder des Betriebsrats genießen Sonderkündigungsschutz. Sollte ein Betriebsrat eine Kündigung erhalten, können regelmäßig sehr hohe Abfindungen erreicht werden. Wichtig ist es, schnell zu handeln. Die Kündigungsschutzlage, im Rahmen dessen die hohe Abfindung erreicht werden kann, muss innerhalb von 3 Wochen nach Zugang der Kündigung eingereicht werden. Ein Betriebsrat sollte sich sofort anwaltlichen Rat – am besten bei einem erfahrenen Fachanwalt für Arbeitsrecht – einholen, um das Beste aus der Kündigungssituation herauszuholen. 

 

Betriebsübergang. Ein Betriebsübergang findet statt, wenn die Tätigkeit des Betriebs durch einen anderen Arbeitgeber fortgeführt wird. Nach dem geltenden Arbeitsrecht muss der neue Betriebsinhaber auch die Arbeitsverhältnisse der im Betrieb beschäftigten weiterführen. Meistens lohnt es sich, gegen eine im Zusammenhang eines Betriebsübergangs ausgesprochene Kündigung mit einer Kündigungsschutzklage vorzugehen. Auch hier werden bisweilen hohe Abfindungen gezahlt, um den Betrieb mit möglichst wenigen Arbeitnehmern übergehen zu lassen. Eine hier ausgesprochene Kündigung ist fast immer betriebsbedingt. Ein Fachanwalt kann frühzeitig Auskunft über die Chancen auf eine hohe Abfindung erteilen. 


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