Anwaltskosten: Lohnt sich die Kündigungsschutzklage?

Kündigungsschutzklage: Anwaltskosten
Rechtsanwalt Arbeitsrecht

Die Anwaltskosten einer Kündigungsschutzklage sind überschaubar. Erstens zahlt jede Seite die außergerichtlichen Kosten der arbeitsgerichtlichen Klage selbst. Zweitens wird die Abfindung, auf die sich die Parteien gegebenenfalls einigen, nicht zum Streitwert hinzugerechnet. Der Streitwert ist mit 3 Bruttomonatsgehältern eher niedrig. Die Anwaltskosten und die Gerichtskosten sind daher von Beginn einer Kündigungsschutzklage an kalkulierbar.

 

Anwaltskosten einer Kündigungsschutzklage: Rechenbeispiel. Die Kosten eines Anwalts oder Fachanwalts für Arbeitsrecht werden anhand einer Gebührentabelle auf Grundlage des Streitwerts der Kündigungsschutzklage berechnet. Die Gebührentabelle ist gesetzlich geregelt und gilt für alle Anwälte und Fachanwälte gleichermaßen. Theoretisch ist es möglich, dass Anwälte/Fachanwälte gegen Vergütungsvereinbarung die Vertretung eines Mandanten übernehmen, um gerichtlich gegen die Kündigung vorzugehen und um Abfindungen zu streiten. In der Praxis kommt es aber fast nie vor - abgerechnet wird nach Gebührentabelle. 

- Wenn der gekündigte Arbeitnehmer zuletzt 4000,-- € brutto verdient hat, beträgt der Streitwert 12.000,-- €. Nach Gebührentabelle entstehen dem Arbeitnehmer durch die Kündigungsschutzklage Anwaltskosten von 1.588,-- EUR. Zählt man die Gerichtskosten hinzu, ergibt das ein Gesamtkostenrisiko von 1980,65 EUR.

Ein Vergleich erhöht die Anwaltskosten durch eine zusätzliche Gebühr. Wenn die Parteien den Rechtsstreit vor dem Arbeitsgericht mit einem Abfindungsvergleich beenden, erhält der Anwalt oder Fachanwalt für Arbeitsrecht eine zusätzliche Gebühr nach der Gebührentabelle auf Grundlage des Streitwerts der Kündigungsschutzklage. Um die Einigung vor Gericht finanziell attraktiver zu machen, entfallen die Gerichtsgebühren im Fall eines Abfindungsvergleichs. Ob sich die Abfindung auf den Streitwert einer Kündigungsschutzklage auswirkt, erfahren Sie hier

Anwaltskosten werden übernommen. Wenn die Voraussetzungen vorliegen, übernimmt die Staatskasse über die Prozesskostenhilfe die gesamten oder einen Teil der Anwaltskosten einer Kündigungsschutzklage. Wenn eine Rechtsschutzversicherung arbeitsrechtliche Streitigkeiten abdeckt, trägt die Versicherung die Kosten des Anwalts. Der Arbeitnehmer muss dann üblicherweise nur einen Selbstbehalt tragen, der je nach Versicherung unterschiedlich ist (selten mehr als 250,-- EUR). Lesen Sie mehr dazu hier.

 


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Beim Arbeitsgericht in der ersten Instanz trägt jede Seite ihre eigenen außergerichtlichen Kosten selbst. Das bedeutet, dass man die Kosten des eigenen Rechtsanwalts unabhängig davon, ob man gewinnt oder verliert, tragen muss. Dafür hat man die Sicherheit, die Anwaltskosten und andere Prozesskosten der Gegenseite bei einer Kündigungsschutzklage erster Instanz unabhängig vom Ausgang der Klage nicht tragen zu müssen.

 

Kündigungsschutzklage - Kostensenkung möglich. Wer eine Rechtsschutzversicherung hat, muss maximal die dort vereinbarte Selbstbeteiligung (in der Regel zwischen 150 und 500 €) selbst tragen. Wer Anspruch auf Prozesskostenhilfe hat (eine Prüfung lohnt sich nach meiner Erfahrung bei einem Nettogehalt abzüglich Mietkosten von ca. 800 €), muss ebenfalls keine Kosten fürchten. Für alle anderen gilt: wenn das Kündigungsschutzgesetz Anwendung findet, lohnt sich eine Kündigungsschutzklage fast immer. Das bedeutet, dass die zu erziehende Abfindung (weit) über den entstehenden Kosten liegt.

 

Kündigungsschutzklage - Berechnung der Kosten: Beispiele. Beachten Sie bitte, dass die nachfolgenden Beispiele nur grobe Schätzungen sind. Letztendlich hängen die Kosten von dem vom Gericht festzusetzenden Streitwert ab. Dieser wiederum hängt davon ab, was letztlich im Laufe des Verfahrens an Ansprüchen zu klären ist. Weitere Ansprüche wie offenes Arbeitsentgelt, Überstundenvergütung, Arbeitszeugnis usw. können den Streitwert und damit auch die Kosten erhöhen. Der Streitwert einer Klage gegen die Kündigung wird nach dem Einkommen des klagenden Arbeitnehmers berechnet. Zu Grunde gelegt wird der dreifache Bruttomonatslohns des gekündigten Arbeitnehmers.

Folgende Anwaltskosten entstehen dem Arbeitnehmer, wenn man ein Verfahren vor dem Arbeitsgericht beendet mit einem Vergleich und sich darauf einigt, dass der Arbeitgeber eine Abfindung bezahlt:

 

Bruttomonatsgehalt des Arbeitnehmers 2000 € = Streitwert einer Kündigungsschutzklage in Höhe von 6000 €. Dabei entstehen folgenden Anwaltskosten:

- Anwaltskosten für die Vorbereitung des Verfahrens und für den Gerichtstermin vor dem Arbeitsgericht: 1.076,95 € (inklusive 19 % MwSt. und Post- und Kommunikationspauschale).

 

- Anwaltskosten für den Vergleich: 421,26 €.

 

Insgesamt ergibt das Anwaltskosten von 1.498,21 €.

 

Wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich einig sind und einen Vergleich schließen, entfällt die Gerichtsgebühr, bei einem Streitwert von 6.000 € eigentlich 495 €. 

 

Bruttomonatsgehalt des Arbeitnehmers von 4000 € = Streitwert einer Kündigungsschutzklage in Höhe von 12.000, Kosten des Anwalts nach der Gebührentabelle:

 

- 1.820,70 € (inklusive MwSt. und Pauschalen) für das Verfahren und den Termin.

 

- 718,76 € (inklusive MwSt.) für den Vergleich.

 

Zusammen ergibt das Anwaltskosten von 2.539,46 €.

 

Die Gerichtskosten wären bei diesem Streitwert eigentlich 801 €, sie entfallen bei einem Vergleich. 

 

Bruttomonatsgehalt des Arbeitnehmers von 6000 € = Die Kündigungsschutzklage hat einen Streitwert von 18.000 €, wonach sich Anwaltskosten errechnen in folgender Höhe:

 

- Anwaltsgebühren für das Verfahren und den Gerichtstermin: 2.094,40 €.

 

- Anwaltsgebühren für den Vergleich: 828,24 €.

 

Beendet man die Kündigungsschutzklage mit einem Vergleich, entstehen dem Arbeitnehmer bei einem Streitwert von 18.000 € Anwaltskosten von 2.922,64 €.

 

Natürlich gilt auch hier: Wird ein Vergleich geschlossen, sparen sich die Parteien des Rechtsstreits Gerichtskosten von 957 €, die das Arbeitsgericht bei einem solchen Streitwert sonst in Rechnung gestellt hätte.

 

Kündigungsschutzklage - Kostenrisiko überschaubar. Sollten das Arbeitsgericht Zeugen vernehmen (sehr selten), sind diese Kosten (Reisekosten des Zeugen etc.) von der unterlegenen Seite zu zahlen. Das gilt auch für Kosten eines Sachverständigengutachtens (noch seltener). Sollten die Parteien den Kündigungsschutzprozess durch einen Vergleich beenden, erhöhen sich hierdurch die Anwaltsgebühren, und die Gerichtskosten entfallen - siehe die obigen Rechenbeispiele. Ein Vergleich wird regelmäßig nur dann geschlossen, wenn er sich finanziell lohnt. Fallen Gerichtskosten an, zahlt sie grundsätzlich die unterlegene Partei, häufig ordnet das Gericht eine Teilung der Kosten an. 

 

Fazit vom Fachanwalt. Da die Höhe der erzielten Abfindung regelmäßig ein Vielfaches des Bruttomonatsgehalts beträgt, lohnt sich eine Kündigungsschutzklage nahezu immer. Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck erklärt in einem Video, mit welcher Abfindungshöhe gekündigte Arbeitnehmer rechnen können.


Wann lohnt sich eine Kündigungsschutzklage? Fachanwalt Bredereck klärt auf:


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Was ist eine Kündigungsschutzklage? Eine Kündigungsschutzklage ist eine Klage eines Arbeitnehmers gegen seine Kündigung vor dem Arbeitsgericht. Geklagt wird auf Weiterbeschäftigung. Der Arbeitgeber zahlt dort allerdings regelmäßig eine Abfindung, um die Weiterbeschäftigung zu vermeiden. Die Höhe der Abfindung hängt regelmäßig von den Klageaussichten der Kündigungsschutzklage ab. 

 

Welche Frist gilt für die Kündigungsschutzklage? Der Arbeitnehmer kann nur innerhalb einer Frist von 3 Wochen Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht einreichen.

 

Wann beginnt die 3-Wochen-Frist für die Erhebung einer Kündigungsschutzklage? Ausschlaggebend für den Fristbeginn ist der Zugang des Kündigungsschreibens beim Arbeitnehmer, üblicherweise wenn der Arbeitnehmer das Kündigungsschreiben überreicht. Wird das Kündigungsschreiben per Post oder per Boten versandt, zählt der Zugang im Machtbereich des Arbeitnehmers (zB der Briefkasten). Gezählt wird die Frist ab Beginn des folgenden Tages. 

 

Wann ist dem Arbeitnehmer zu einer Kündigungsschutzklage zu raten? In den meisten Fällen kann man nur dazu raten, nach der Kündigung eine Kündigungsschutzklage einreichen. Der gekündigte Arbeitnehmer bewahrt sich damit die Chance auf eine hohe Abfindung. Auch ein gutes (oder sehr gutes) Arbeitszeugnis kann das Ziel sein, sowie die Durchsetzung anderer noch offener Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis.

 

Was kostet eine Kündigungsschutzklage? Da vor den Arbeitsgerichten erster Instanz die Parteien ihre außergerichtlichen Kosten (z.B. Rechtsanwaltskosten) selbst tragen, sind die Kosten einer Kündigungsschutzklage übersichtlich. Die Kosten des (Fach)Anwalts und des Gerichts hängen vom Einkommen des gekündigten Arbeitnehmers ab, sowie vom Umfang der mit der Kündigungsschutzklage eingeforderten Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis.  

 

Muss ein Anwalt für die Kündigungsschutzklage beauftragt werden? Vor den Arbeitsgerichten ist eine Vertretung durch einen Rechtsanwalt oder Fachanwalt für Arbeitsrecht nicht notwendig. Wegen der Komplexität des deutschen Arbeitsrechts und wegen der Bedeutung der Vergleichsverhandlungen für die Höhe der Abfindung ist anwaltlicher Beistand – durch einen erfahrenen Spezialisten, wie einem Fachanwalt für Arbeitsrecht – jedoch unbedingt ratsam.

Was geschieht, wenn man einen Fachanwalt für Arbeitsrecht beauftragt? Wie geht der Anwalt vor? Man möchte sich gegen die Kündigung wehren und hat sich entschieden, einen Fachanwalt für Arbeitsrecht um Rat zu fragen. Bei Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck verläuft die Beratung in mehreren Schritten: In der kostenlose Ersteinschätzung erklärt Fachanwalt Bredereck die Chancen, die er für eine Kündigungsschutzklage sieht. Kommt man zu dem Schluss, dass sich die Klage lohnt, geht Fachanwalt Bredereck in die Offensive: Er fordert den Arbeitgeber gegebenenfalls auf, Ansprüche des Arbeitnehmers zu erfüllen, verhandelt Lohnansprüche und andere Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis, legt wenn nötig Klage ein vor dem Arbeitsgericht und verhandelt dort die bestmögliche Abfindung oder setzt die Wiedereinstellung des Arbeitnehmers auf seinen alten Arbeitsplatz durch - soweit das rechtlich möglich ist. 

Sie wollen mehr wissen? Informieren Sie sich mit seinen Kurz-Videos oder rufen Sie ihn gleich an unter 030-4000 4999, das erste Gespräch über Ihre Kündigung ist kostenlos und unverbindlich.

Kündigungsschutzklage mit Anwalt für Arbeitsrecht Bredereck:

 

Video (I): Die kostenlose Ersteinschätzung zur Kündigung

Video (II): Was geschieht vor Einreichung der Klage?
Video (III): Die Klage ist eingereicht. Wie geht es weiter?

Video (IV): Der Gütetermin vor dem Arbeitsgericht

Video (V): Vergleich und Abfindung bei einer Kündigungsschutzklage

Video (VI): Nach dem Gütetermin: Was jetzt wichtig ist

Video (VII): Was geschieht im Kammertermin vor dem Arbeitsgericht?

Video (VIII): Nach dem Kammertermin, das Urteil des Arbeitsgerichts

Video (IX): Das Berufungsverfahren vor dem Landesarbeitsgericht


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Wir nehmen Ihr Problem in die Hand. Nach über 18 Jahren Erfahrung auf dem Gebiet Kündigungschutz im Arbeitsrecht weiß Fachanwalt Bredereck worum es geht. Er hat ein formalisiertes Vorgehen gegen Kündigungen entwickelt, dass wir Ihnen nachfolgend zusammenfassend darstellen:

 

Baustein 1 (kostenlos): Kostenlose und für Sie unverbindlich können Sie mit Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck erörtern, ob das Kündigungsschutzgesetz Anwendung findet oder ob sich die Klage gegen die Kündigung aus anderen Gründen lohnt. Sie erreichen Fachanwalt Bredereck unter 030.40004999 oder bredereck@remove-this.kuendigungen-anwalt.de.

 

Baustein 2: Sie übersenden uns Ihren Arbeitsvertrag, die Kündigung, die letzten drei Gehaltsbescheinigungen, eine Zusammenstellung der aus Ihrer Sicht noch offenen Forderungen. Wir übersenden Ihnen eine individuelle Beratung (Beispiel: Beratung zur Kündigung) zu den nächsten notwendigen Schritten, den Entwurf eines Schreibens an den Arbeitgeber (Beispiel: Arbeitgeberschreiben) und den Entwurf einer Kündigungsschutzklage (Beispiel: Muster Kündigungsschutzklage).

 

Baustein 3: Wir stimmen die endgültige Version des Schreibens an den Arbeitgeber und der Kündigungsschutzklage mit Ihnen ab und versenden beides.

 

Baustein 4: Wir stimmen die weitere Strategie mit Ihnen ab. Gegebenenfalls werden mit dem Arbeitgeber schon jetzt Verhandlungen über eine Aufhebungsvereinbarung geführt.

 

Baustein 5: Wir vertreten Sie im Gütetermin und falls notwendig auch im darauf folgenden Kammertermin vor dem Arbeitsgericht. Sollte es zu einer Einigung kommen (95 Prozent aller Fälle) achten wir darauf, dass die Vereinbarung (Beispiel Aufhebungsvereinbarung) so formuliert ist, dass es nicht zu einer Sperrzeit beim Bezug von Arbeitslosengeld oder zu einer Anrechnung der Abfindung auf das Arbeitslosengeld oder zu sonstigen Nachteilen kommt. Wir sichern Ihre Ansprüche, insbesondere auch den Inhalt des Arbeitszeugnisses.

 

Informationen zu den Kosten des Vorgehens finden Sie hier. Wir arbeiten zu den gesetzlichen Gebühren.


Wollen Sie mehr über die Tätigkeit von Fachanwalt Bredereck wissen? Sie wollen wissen, was geschieht, wenn Sie Fachanwalt Bredereck nach einer Kündigung beauftragen, Ihre Rechte durchzusetzen? Informieren Sie sich mit der Video-Serie: Kündigungsschutzklage mit Fachanwalt Bredereck, oder rufen Sie Anwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck an für eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Chancen nach einer Kündigung: 030-4000 4999


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