Wegen Pornodreh: Kündigung für Verhalten außerhalb des Arbeitsplatzes?

Droht Ihnen die verhaltensbedingte Kündigung? Rufen Sie Fachanwalt Bredereck an für ein kostenloses Erstgespräch.
Anwalt Abfindung

Verhaltensbedingte Kündigung: Darf der Arbeitgeber für ein Verhalten außerhalb des Arbeitsplatzes kündigen? Geht es den Chef überhaupt etwas an, was der Mitarbeiter in seiner Freizeit tut? Mit diesen Fragen hat sich kürzlich die Berliner Polizei beschäftigt, so die ARD-Sendung „Brisant“ am 26.01.2017. Fachanwalt Bredereck wurde in der Sendung befragt, er kennt diese Fälle und berät betroffene Arbeitnehmer.

 

Entlassung wegen Verhaltens außerhalb des Dienstes. Brisant berichtet über einen Berliner Polizisten in der Probezeit, der in einem Pornofilm mitgemacht hat und deswegen wahrscheinlich aus dem Dienst entlassen wird; dasselbe droht beispielsweise Mitarbeitern kirchlicher Betriebe, wenn sie bei Erotik-Darstellungen mitmachen.

 

Verhaltensbedingte Kündigung: Ausnahme. Eine Kündigung für Verhalten außerhalb des Arbeitsplatzes ist durchaus möglich, das zeigen diese Fälle, und die Arbeitsgerichte urteilen mitunter streng, wenn es sich um Arbeitgeber handelt, bei denen bestimmtes Verhalten von den Mitarbeitern auch in der Freizeit erwartet wird. Das sind aber Ausnahmen: man darf dem Arbeitnehmer grundsätzlich kein Verhalten außerhalb der Arbeitszeit vorwerfen - sofern sich dieses Verhalten nicht auf die arbeitsvertraglich geschuldete Leistung auswirkt.

 

Abmahnung meistens erforderlich. Und selbst wenn der Arbeitnehmer seine arbeitsvertragliche Pflicht verletzt: Eine verhaltensbedingte Kündigung ist in den allermeisten Fällen nur möglich, wenn der Chef vorher für dasselbe Verhalten wirksam abgemahnt hat. Viele Arbeitnehmer haben nach einer verhaltensbedingten Kündigung gute Chancen auf eine hohe Abfindung.

 

Fachanwalt für Arbeitsrecht hilft. Wer eine Abmahnung erhalten hat, oder wem die verhaltensbedingte Kündigung droht, sollte sich so schnell wie möglich von einem Experten beraten lassen. Bei einem kostenlosen Erstgespräch informiert Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck beispielsweise darüber, ob sich eine Kündigungsschutzklage lohnt und wann eine Abfindung realistisch ist: Rufen Sie Fachanwalt Bredereck noch heute an: 0176-21133283 (Kündigungshotline) oder 030-40004999 (Fachanwaltskanzlei für Arbeitsrecht).



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Kündigung erhalten? Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck nennt die Chancen auf eine Abfindung, vermeidet Sperrzeit.
Anwalt Abfindung

Nach einer Kündigung ist eins klar: Eine hohe Abfindung wäre jetzt genau das richtige. Manchmal bietet sie der Arbeitgeber von sich aus an. Was oft übersehen wird, aber häufig vorkommen kann: Die Kündigung führt zu einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeld, die Bundesagentur für Arbeit rechnet die Abfindung auf das Arbeitslosengeld an. Ergebnis: Der gekündigte Mitarbeiter verliert einen Teil seiner hart verhandelten Abfindung. Wie vermeidet man das?

Sperrzeit – Was bedeutet das für das Arbeitslosengeld? Nach der Kündigung sind die meisten Arbeitnehmer arbeitslos. Je nachdem, wie lange das versicherungspflichtige Arbeitsverhältnis angedauert hat, erhält man 6-12, unter Umständen auch 24 Monate Arbeitslosengeld (Alg I). Wenn die Bundesagentur für Arbeit eine Sperrzeit verhängt, erhält der arbeitslose Arbeitnehmer 12 Wochen kein Arbeitslosengeld.

 

Wann verhängt die Bundesagentur für Arbeit eine Sperrzeit? Grundsätzlich verhängt die BA eine Sperrzeit, wenn der Arbeitnehmer für seine Arbeitslosigkeit „verantwortlich“ ist. Eine Sperrzeit ist wie eine „Strafe“ für die selbstverschuldete Arbeitslosigkeit; sie soll versicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse erhalten. Selbstverschuldet wäre die Arbeitslosigkeit zum Beispiel nach einer verhaltensbedingten Kündigung, einer fristlosen Kündigung, einer Eigenkündigung oder nach einem Aufhebungsvertrag. 

 

Wann droht eine Anrechnung der Abfindung? Wenn ein Mitarbeiter einen Aufhebungsvertrag mit Abfindungszahlung aushandelt, kann es passieren, dass die Bundesagentur nicht nur eine Sperrzeit verhängt, sondern die Abfindung auf das restliche Arbeitslosengeld anrechnet. Daher: In fast allen derartigen Fällen raten Arbeitsrechtler dringend davon ab, dass Arbeitnehmer solche Aufhebungsverträge abschließen. Jedenfalls sollte der Arbeitnehmer den Aufhebungsvertrag vorher mit einem erfahrenen Spezialisten im Kündigungsrecht absprechen. 

 

Wie vermeidet man Sperrzeit und Anrechnung aufs Arbeitslosengeld? Wer mit einer Kündigungsschutz-Klage gegen seine Kündigung vorgeht, vermiedet in fast allen Fällen eine Sperrzeit und die Anrechnung der Abfindung auf das Arbeitslosengeld. Ob sich ein Prozess vor dem Arbeitsgericht lohnt, beantwortet ein erfahrener Spezialist im Arbeitsrecht. Bei alldem ist es enorm wichtig, schnell zu handeln, die Dinge nicht schleifen zu lassen: Für die Klage läuft eine kurze Frist von 3 Wochen nach Zugang des Kündigungsschreibens. Ist diese erst einmal verstrichen, ist die Chance auf eine Abfindung dahin – und durch die Sperrzeit muss man häufig auch noch draufzahlen!