Verhaltensbedingte Kündigung: Diebstahl am Arbeitsplatz

Fachanwalt Bredereck hilft bei verhaltensbedingten Kündigungen, prüft Chance auf hohe Abfindung
Anwalt Abfindung

Wenn ein Mitarbeiter gegen seine arbeitsvertraglichen Pflichten verstößt, darf ihn der Chef unter Umständen verhaltensbedingt entlassen. Voraussetzung: Gegen das Verhalten ist vorher wirksam abgemahnt worden. Mehrere Abmahnungen sind nötig, wenn eine verhaltensbedingte Kündigung auf einer geringfügigen arbeitsvertraglichen Pflichtverletzung beruht. Bei einer Straftat, wie einem Diebstahl, sieht das schon anders aus: da kann eine Kündigung gleich wirksam sein, ohne Abmahnung.

 

Einzelfälle der verhaltensbedingten Kündigung. Eine verhaltensbedingte Kündigung kann viele Gründe haben. Beispiele sind: Häufige Verspätungen, unentschuldigtes Fehlen am Arbeitsplatz, unerlaubte Nebentätigkeit, Verweigerung der Arbeitsleistung, Verrat von Betriebsgeheimnissen. Auch die Androhung einer Krankschreibung fällt hierunter.

 

Straftaten am Arbeitsplatz. Wenn die Straftat zulasten des Arbeitgebers geschieht, ist das Arbeitsrecht besonders streng. Regelmäßig ist dann für eine Kündigung nicht einmal eine vorherige Abmahnung erforderlich. Fälle sind: Diebstahl von Firmeneigentum, der Arbeitnehmer beleidigt seinen Chef oder wird handgreiflich, Arbeitszeitbetrug. 

 

Wo ist die Abmahnung noch entbehrlich? Bei besonders gravierenden Verstößen gegen die arbeitsvertraglichen Pflichten kann der Arbeitnehmer auf die Abmahnung verzichten und gleich verhaltensbedingt kündigen. 

 

Kündigung wegen eines Verdachts? Das Bundesarbeitsgericht – das höchste deutsche Gericht für arbeitsrechtliche Streitigkeiten – hat eine verhaltensbedingte Kündigung auch im Fall eines Verdachts für rechtmäßig erklärt. Voraussetzung: Es muss sich um eine besonders schwerwiegende Vertragsverletzung handeln. Mehr denn je kommt es hier auf die Besonderheiten des Einzelfalls an. 

 

Vorherige schriftliche Anhörung erforderlich! Der Arbeitgeber muss den Mitarbeiter vor einer verhaltensbedingten Kündigung ordnungsgemäß anhören. Auch der Betriebsrat muss – arbeitsrechtlich korrekt – angehört werden. Sollten Sie eine schriftliche Anhörung von Ihrem Chef erhalten, rate ich dringend dazu, einen erfahrenen Arbeitsrechtler – vorzugsweise einen Fachanwalt für Arbeitsrecht – heranzuziehen bzw. um Rat zu fragen. 

 

Verhaltensbedingte Kündigung: hohe Abfindung erreichen! Erfahrungsgemäß macht der Arbeitgeber am meisten Fehler bei der Abmahnung. Eine Abmahnung – wenn sie überhaupt vorliegt – ist häufig aus allen möglichen Gründen unwirksam. Einem Rechtsanwalt oder Fachanwalt für Arbeitsrecht gibt das die Möglichkeit, im Rahmen eines Kündigungsschutzprozesses eine hohe Abfindung zu erkämpfen.


Kündigung wegen Diebstahls. Fachanwalt Bredereck: