Um die Abfindung kämpfen!

Arbeitsrechtler kämpft um hohe Abfindung
hohe Abfindung

Eine möglichst hohe Abfindung kommt nicht von allein. Nach einer Kündigung muss der Arbeitnehmer fristgemäß Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht einreichen und somit zunächst behaupten, dass er seinen Arbeitsplatz zurückhaben will. Der Arbeitgeber wird den Arbeitnehmer nicht mehr in seinen Betrieb zurück haben. 


Vor dem Arbeitsgericht: Verhandlung über die Abfindung. Sollte sich vor dem Arbeitsgericht herausstellen, dass die Kündigung gegen eine Reglung des Arbeitsrechts verstoßen könnte, dann erhöht sich der Druck auf den Arbeitgeber. Er wird dann geneigt sein, eine häufig deutlich höhere Abfindungssumme anzubieten, um den Arbeitnehmer nicht wieder in seinen Betrieb aufnehmen zu müssen. Quasi im Windschatten der Verhandlungen über die Höhe der Abfindung kann der Arbeitnehmer dann auch ein (sehr) gutes Arbeitszeugnis und übrige Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis (zB wegen Resturlaub, Überstunden, Prämien, Sonderzahlungen, Weihnachtsgeld, etc.) durchsetzen. 


Die Höhe der Abfindung. Im Arbeitsrecht gibt es keine verbindlichen Regeln für die Bestimmung der Abfindungshöhe. In Ermangelung eines Sozialplans ist es Sache der Parteien, die Summe zu verhandeln. Eingebürgert hat sich zwar, nach einer Kündigung ein halbes Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr zu erhalten. Im Einzelfall und besonders bei kurzer Beschäftigungsdauer lassen sich deutlich höhere Abfindungen erreichen. Ein in solchen Vergleichsverhandlungen erfahrener Spezialist - meistens ein Fachanwalt für Arbeitsrecht - kann hier eine Abfindung von 2-3 Bruttomonatsgehältern pro Jahr verhandeln. 


Verhandlungspoker. Entscheidend ist das Verhandlungsgeschick des Rechtsanwalts oder Fachanwalts für Arbeitsrecht. Als Regel gilt: Je erfahrener der Spezialist, zB der Fachanwalt, desto besser sind die Chancen des Arbeitnehmers in diesem „Pokerspiel“.