Siemens Radolfzell 2: Schutz vor Kündigungen?

Siemens-Mitarbeiter fragen sich, ob Radolfzell 2 Gültigkeit hat, Kündigungsschutz bietet. Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck hat Antworten: 030.40004999.
Gültigkeit Radolfzell

Siemens: Welchen Wert hat der Beschäftigungspakt Radolfzell 2 für Arbeitnehmer, schützt er Siemens-Mitarbeiter vor betriebsbedingten Kündigungen? Der Berliner Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck informiert Siemens-Mitarbeiter, was sie jetzt erwarten könnte, und worauf man als Arbeitnehmer achten sollte.

 

Betriebsbedingte Kündigungen bei Siemens in 2017? Das Unternehmen scheint sich diese Option freizuhalten. So äußerte sich die Personalchefin von Siemens in einem Tagesspiegel-Interview vom 18.11.2017: Falls man Arbeitsplätze nicht anders abbauen könne im Gasturbinenwerk und im Dynamowerk in Berlin, dann schließt das Unternehmen betriebsbedingte Kündigungen wohl nicht aus. Falls beispielsweise eine Beschäftigungsgesellschaft nicht zum gewünschten Ziel führte, oder Altersteilzeit, Frühverrentung, freiwillige Abfindungs-Vereinbarungen, Aufhebungsverträge oder Abwicklungsverträge. Daher: Bevor Siemens betriebsbedingte Kündigungen ausspricht, wird man wohl versuchen, Arbeitnehmer mit Abfindungen zum freiwilligen Job-Verzicht zu bewegen.

 

Unklarheit über Rechtswirkung von Beschäftigungspakt Radolfzell 2. Und was ist nun mit Radolfzell 2? Hat man nicht die Jobs bei Siemens garantiert mit einem Beschäftigungssicherungs-Pakt? Presse-Informationen und Newsletter von Arbeitgeberseite beziehungsweise von der Gewerkschaft legen es nahe: Man ist sich nicht einig, ob Radolfzell 2 betriebsbedingte Kündigungen kategorisch ausschließt. Ohne uns keine betriebsbedingten Kündigungen! Das betont die Arbeitnehmer-Vertretung, das gibt der Belegschaft eine gewisse Sicherheit, man kann Erfolge vorweisen mit so einem Beschäftigungssicherungs-Pakt. Und vielleicht erschwert Radolfzell 2 komplette Werk-Schließungen. Radolfzell 2 wird im Endeffekt betriebsbedingte Kündigungen aber nicht vollständig ausschließen können. So sieht es jedenfalls die Arbeitgeberseite (siehe das Interview der Siemens-Personalchefin), in deren Hand die Kündigungen letztlich liegen.


Nicht unter Druck setzen lassen durch Siemens-Aufhebungsverträge.
Was ist Arbeitnehmern von Siemens zu raten aus Sicht eines Fachanwalts für Arbeitsrecht? Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen durch einen Aufhebungsvertrag, Abwicklungsvertrag oder ähnliche freiwillige Abfindungs-Vereinbarungen! Lassen Sie sich nicht unüberlegt zu einem Standort-Wechsel drängen! Besonnenheit ist das Gebot der Stunde. Überprüfen Sie das Angebot von Siemens, holen Sie sich Rat bei einem erfahrenen Arbeitsrechtler. Lernen Sie Ihre Rechte und Chancen kennen. Das gibt Ihnen Sicherheit.

 

Aufhebungsverträge erhöhen Risiko einer Sperrzeit. Egal was man Ihnen sagt: Es ist riskant, einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben, denn dadurch droht eine Sperrzeit auf den Bezug von Arbeitslosengeld, und zwar von 12 Wochen. Eine Sperrzeit verhängt die Bundesagentur für Arbeit bisweilen auch bei Abwicklungsverträgen. Daher: Das volle Arbeitslosengeld sichert man sich regelmäßig nur mit einer Kündigungsschutzklage gegen eine betriebsbedingte Kündigung und einem arbeitsgerichtlich protokollierten Abfindungs-Vergleich. Dann ist die Bundesagentur für Arbeit nämlich dazu angewiesen, das volle Arbeitslosengeld auszuzahlen. 

Haben Sie Fragen zum Abfindungs-Abgebot von Siemens? Hat Ihnen Siemens eine Abfindung angeboten? Haben Sie eine Änderungskündigung erhalten oder eine betriebsbedingte Kündigung? Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck klärt Sie auf über Ihre Rechte und über die Abfindungs-Höhe. Anwalt Bredereck: "Sprechen Sie mit mir über Ihre Arbeitsplatz-Situation bei Siemens. Ich sage Ihnen, welche Chancen eine Kündigungsschutzklage hat und wie hoch die Abfindung sein kann. Rufen Sie mich gern an unter 030.40004999, kostenlos und unverbindlich. Ich freue mich auf Ihren Anruf!"


Kündigung erhalten? Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck kämpft um Ihre Rechte, setzt hohe Abfindungen durch, wenn nötig mit einer Kündigungsschutzklage. Beratung zu allen Themen rund um Kündigungbetriebsbedingte Kündigung, personenbedingte Kündigung, verhaltensbedingte Kündigung oder fristlose Kündigung.


Anwalt Kündigung

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Kündigung und Arbeitslosengeld

Kündigung erhalten? Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck nennt die Chancen auf eine Abfindung, vermeidet Sperrzeit.
Anwalt Abfindung

Nach einer Kündigung ist eins klar: Eine hohe Abfindung wäre jetzt genau das richtige. Manchmal bietet sie der Arbeitgeber von sich aus an. Was oft übersehen wird, aber häufig vorkommen kann: Die Kündigung führt zu einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeld, die Bundesagentur für Arbeit rechnet die Abfindung auf das Arbeitslosengeld an. Ergebnis: Der gekündigte Mitarbeiter verliert einen Teil seiner hart verhandelten Abfindung. Wie vermeidet man das?

Sperrzeit – Was bedeutet das für das Arbeitslosengeld? Nach der Kündigung sind die meisten Arbeitnehmer arbeitslos. Je nachdem, wie lange das versicherungspflichtige Arbeitsverhältnis angedauert hat, erhält man 6-12, unter Umständen auch 24 Monate Arbeitslosengeld (Alg I). Wenn die Bundesagentur für Arbeit eine Sperrzeit verhängt, erhält der arbeitslose Arbeitnehmer 12 Wochen kein Arbeitslosengeld.

 

Wann verhängt die Bundesagentur für Arbeit eine Sperrzeit? Grundsätzlich verhängt die BA eine Sperrzeit, wenn der Arbeitnehmer für seine Arbeitslosigkeit „verantwortlich“ ist. Eine Sperrzeit ist wie eine „Strafe“ für die selbstverschuldete Arbeitslosigkeit; sie soll versicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse erhalten. Selbstverschuldet wäre die Arbeitslosigkeit zum Beispiel nach einer verhaltensbedingten Kündigung, einer fristlosen Kündigung, einer Eigenkündigung oder nach einem Aufhebungsvertrag. 

 

Wann droht eine Anrechnung der Abfindung? Wenn ein Mitarbeiter einen Aufhebungsvertrag mit Abfindungszahlung aushandelt, kann es passieren, dass die Bundesagentur nicht nur eine Sperrzeit verhängt, sondern die Abfindung auf das restliche Arbeitslosengeld anrechnet. Daher: In fast allen derartigen Fällen raten Arbeitsrechtler dringend davon ab, dass Arbeitnehmer solche Aufhebungsverträge abschließen. Jedenfalls sollte der Arbeitnehmer den Aufhebungsvertrag vorher mit einem erfahrenen Spezialisten im Kündigungsrecht absprechen. 

 

Wie vermeidet man Sperrzeit und Anrechnung aufs Arbeitslosengeld? Wer mit einer Kündigungsschutz-Klage gegen seine Kündigung vorgeht, vermiedet in fast allen Fällen eine Sperrzeit und die Anrechnung der Abfindung auf das Arbeitslosengeld. Ob sich ein Prozess vor dem Arbeitsgericht lohnt, beantwortet ein erfahrener Spezialist im Arbeitsrecht. Bei alldem ist es enorm wichtig, schnell zu handeln, die Dinge nicht schleifen zu lassen: Für die Klage läuft eine kurze Frist von 3 Wochen nach Zugang des Kündigungsschreibens. Ist diese erst einmal verstrichen, ist die Chance auf eine Abfindung dahin – und durch die Sperrzeit muss man häufig auch noch draufzahlen!


Fachanwalt Bredereck erklärt, wann die Abfindung angerechnet wird und wie man Nachteile vermeidet beim Arbeitslosengeld.