Muster-Abfindungsvergleich für den Arbeitnehmer

Anwalt Abfindung

Was bringt ein Vergleich (vor dem Arbeitsgericht)?

Fast alle Klagen gegen eine Kündigung enden vor dem Arbeitsgericht mit einem Vergleich, statistisch über 90%. In einem Vergleich gibt – salopp gesprochen – jeder dem anderen etwas, was er gerne hätte. Der Arbeitnehmer hätte gern eine möglichst hohe Abfindung, ein sehr gutes Arbeitszeugnis und gegebenenfalls Zahlungen wegen anderer Ansprüche (wegen Resturlaubs, Prämien, Sonderzahlungen, offener Überstunden etc.). Der Arbeitgeber möchte eine rechtssichere Beendigung des Arbeitsverhältnisses. In dem Vergleich einigen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber darüber, dass eine Abfindung gezahlt und ein Arbeitszeugnis ausgestellt wird im Gegenzug gegen die rechtskräftige Beendigung des Arbeitsverhältnisses und der Kündigungsschutzklage. 

 

Was muss bei einem Vergleich vor dem Arbeitsgericht beachtet werden?

Für den Arbeitnehmer ist es sehr wichtig, dass der Vergleich neben Abfindung und Arbeitszeugnis alle denkbaren Ansprüche beinhaltet und regelt. Sehr wichtig ist auch, dass der arbeitsgerichtliche Vergleich klar und eindeutig formuliert ist. 

 

Vergleich und Sperrzeit. Was ist zu beachten?

Wenn der Vergleich ungeschickt formuliert ist, kann es leicht passieren, dass die Bundesagentur für Arbeit dem geschassten Mitarbeiter nach seiner Kündigung auch noch eine Sperrzeit von 12 Wochen auferlegt, in der kein Arbeitslosengeld ausgezahlt wird. Es kann auch passieren, dass die Bundesagentur eine Anrechnung vornimmt. Um das zu vermeiden, muss einiges beachtet werden. 

 

Vergleich-Muster vom Fachanwalt für Arbeitsrecht.

In meinen Mustervergleichen finden Sie Formulierungsbeispiele. Sie sind allgemein gehalten, beinhalten nur die üblicherweise auftretenden Themen und sind nicht direkt auf den Einzelfall übertragbar.

- Muster: Abfindungsvergleich Arbeitsgericht 1 (häufig vorkommende Ansprüche und Bestandteile)

- Muster: Abfindungsvergleich Arbeitsgericht 2 (seltene, spezielle Ansprüche)

- Muster: Außergerichtlicher Abfindungsvergleich

 

Warnung vor außergerichtlichen Vergleichen. 

Vor einem außergerichtlichen Vergleich kann ich in den allermeisten Fällen nur dringend anbraten. Es droht dann eine Sperrzeit und eine Anrechnung der Abfindung auf das Arbeitslosengeld. Damit sich ein solcher Vergleich wirklich für den gekündigten Arbeitnehmer lohnt, müsste sich der Arbeitgeber verpflichten, für den Ausgleich derartiger Nachteile aufzukommen.