Fachanwalt Bredereck: Kündigungsschutzklage, Höhe der Abfindung

Kündigungsschutzklage beeinflusst Höhe der Abfindung
Anwalt Arbeitsrecht

Sie erwägen eine Kündigungsschutzklage und sind über die Höhe der Abfindung im Unklaren? Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck berät zu den Themen Kündigung und Abfindung, Höhe der Abfindung und Chancen einer Kündigungsschutzklage.

Abfindung: Höhe verbunden mit Gehalt und Dauer der Betriebszugehörigkeit.
Die Höhe der Abfindung hängt mit dem Gehalt des gekündigten Arbeitnehmers und der Anzahl der Jahre, die er beim Arbeitgeber angestellt war, zusammen. Es ist üblich, dass der Arbeitgeber ca. ein halbes Bruttomonatsgehalt für ein Jahr der Betriebszugehörigkeit als Abfindung anbietet.

Abfindungssumme: Normalerweise keine Anspruch, sondern Verhandlungssache.
 Der Arbeitgeber wird nach einer Kündigung regelmäßig eine Abfindung nicht von sich aus anbieten. Warum auch? In Abwesenheit eines Sozialplans ist der Arbeitgeber zu keiner Abfindungszahlung verpflichtet. Es gibt im Arbeitsrecht der Bundesrepublik grundsätzlich keinen Anspruch auf eine Abfindung, schon gar nicht auf eine bestimmte Höhe. In den allermeisten Fällen - sei die Kündigung betriebsbedingt, personenbedingt oder verhaltensbedingt - muss sich der Arbeitnehmer die Abfindung "herausverhandeln". Dabei werden je nach Lage des Falles zum Teil deutlich höhere Abfindungen gezahlt, als ein halbes Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr.


Höchste Abfindungen mit Kündigungsschutzklagen.
Eine Verhandlung über die Höhe der Abfindung gelingt dem Arbeitnehmer erfahrungsgemäß am besten, wenn sie im Rahmen einer Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht statt findet. Wenn vor dem Arbeitsgericht die Rechtswidrigkeit der Kündigung deutlich wird und dem Arbeitgeber der Verlust der Kündigungsschutzklage droht, steigt die Höhe der Abfindung erfahrungsgemäß deutlich an. Man braucht kaum zu erwähnen, dass vor Gericht aufgrund der Summen, um die es da geht, hart verhandelt wird. Ein Arbeitnehmer, der in solchen Verhandlungen von einem erfahrenen Anwalt oder Fachanwalt für Arbeitsrecht vertreten wird, kann deutlich höhere Abfindungen erzielen - besonders bei kürzeren Arbeitsverhältnissen oder wenn die Kündigung offensichtlich gegen arbeitsrechtliche Bestimmungen, wie z.B. das Kündigungsschutzgesetz, verstößt.

Kündigungsschutzklage: Abfindung meistens deutlich höher, als Prozesskosten und Anwaltskosten. In den allermeisten Fällen lohnt sich eine Kündigungsschutzklage. Die Abfindung, die ein versierter Arbeitsrechtler während einer Kündigungsschutzklage verhandeln kann, liegt häufig deutlich über der Abfindungssumme, die ein Arbeitgeber, wenn überhaupt, einem Arbeitnehmer ohne Rechtsbeistand anbietet oder auszahlen würde. Die Prozesskosten und Anwaltskosten sind vor Arbeitsgerichten im Vergleich zu anderen Zivilgerichten überschaubar.

 

 


Kündigung erhalten? Arbeitsrechtler Bredereck streitet für hohe Abfindungen, wenn nötig mit einer Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht, bundesweit. Fachanwaltliche Beratung bundesweit: Kündigungbetriebsbedingte Kündigung, personenbedingte Kündigung, verhaltensbedingte Kündigung und fristlose Kündigung. Kostenlose Erstberatung unter 0176-21133283 (Kündigungshotline) oder 030-40004999


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Was ist eine Kündigungsschutzklage? Eine Kündigungsschutzklage ist eine Klage eines Arbeitnehmers gegen seine Kündigung vor dem Arbeitsgericht. Geklagt wird auf Weiterbeschäftigung. Der Arbeitgeber zahlt dort allerdings regelmäßig eine Abfindung, um die Weiterbeschäftigung zu vermeiden. Die Höhe der Abfindung hängt regelmäßig von den Klageaussichten der Kündigungsschutzklage ab. 

 

Welche Frist gilt für die Kündigungsschutzklage? Der Arbeitnehmer kann nur innerhalb einer Frist von 3 Wochen Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht einreichen.

 

Wann beginnt die 3-Wochen-Frist für die Erhebung einer Kündigungsschutzklage? Ausschlaggebend für den Fristbeginn ist der Zugang des Kündigungsschreibens beim Arbeitnehmer, üblicherweise wenn der Arbeitnehmer das Kündigungsschreiben überreicht. Wird das Kündigungsschreiben per Post oder per Boten versandt, zählt der Zugang im Machtbereich des Arbeitnehmers (zB der Briefkasten). Gezählt wird die Frist ab Beginn des folgenden Tages. 

 

Wann ist dem Arbeitnehmer zu einer Kündigungsschutzklage zu raten? In den meisten Fällen kann man nur dazu raten, nach der Kündigung eine Kündigungsschutzklage einreichen. Der gekündigte Arbeitnehmer bewahrt sich damit die Chance auf eine hohe Abfindung. Auch ein gutes (oder sehr gutes) Arbeitszeugnis kann das Ziel sein, sowie die Durchsetzung anderer noch offener Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis.

 

Was kostet eine Kündigungsschutzklage? Da vor den Arbeitsgerichten erster Instanz die Parteien ihre außergerichtlichen Kosten (z.B. Rechtsanwaltskosten) selbst tragen, sind die Kosten einer Kündigungsschutzklage übersichtlich. Die Kosten des (Fach)Anwalts und des Gerichts hängen vom Einkommen des gekündigten Arbeitnehmers ab, sowie vom Umfang der mit der Kündigungsschutzklage eingeforderten Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis.  

 

Muss ein Anwalt für die Kündigungsschutzklage beauftragt werden? Vor den Arbeitsgerichten ist eine Vertretung durch einen Rechtsanwalt oder Fachanwalt für Arbeitsrecht nicht notwendig. Wegen der Komplexität des deutschen Arbeitsrechts und wegen der Bedeutung der Vergleichsverhandlungen für die Höhe der Abfindung ist anwaltlicher Beistand – durch einen erfahrenen Spezialisten, wie einem Fachanwalt für Arbeitsrecht – jedoch unbedingt ratsam.


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Die wenigsten Arbeitnehmer wollen bei einer Kündigung zurück in den Job. In der Regel ist eine möglichst hohe Abfindung das Ziel. Oder soll doch der Arbeitsplatz gerettet werden? In beiden Fällen ist das Vorgehen gleich.

 

Kündigungsschutzklage innerhalb von drei Wochen. Innerhalb einer Frist von drei Wochen nach Zugang der Kündigung muss eine Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht eingereicht werden. Der Arbeitnehmer muss quasi behaupten und entsprechend klagen, dass er seinen Arbeitsplatz zurück will.

 

Falle: Mehrere Kündigungen. Ein bei Arbeitgebern durchaus beliebter Trick ist der Ausspruch mehrerer Kündigungen. Der Arbeitnehmer muss hier unbedingt alle Kündigungen mit der Kündigungsschutzklage angreifen, ansonsten verliert er den Kündigungschutzprozess vor dem Arbeitsgericht.

 

So kommt es zur Zahlung einer Abfindung: Der Arbeitgeber will den Arbeitnehmer auf keinen Fall zurück. Es wird dann regelmäßig ein Abfindungsvergleich geschlossen, der neben einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses auch die Höhe der Abfindung, die Einhaltung der maßgeblichen Kündigungsfrist, die Zeugnisnote und die übrigen Ansprüche regelt.

 

Welche Abfindung kann man verlangen? Die Höhe der Abfindung ist sehr unterschiedlich. Im Durchschnitt beträgt die Abfindung ein halbes Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr. In vielen Fällen gelingt es zumindest den auf Kündigungsschutz spezialisierten Rechtsanwälten eine deutlich höhere Abfindung zu erzielen. Das gilt vor allem bei sehr kurzen Arbeitsverhältnissen, weil hier ein halbes Bruttomonatsgehalt keinen Vergleichsanreiz bietet. Manchmal beträgt die Abfindungshöhe 2-3 Bruttomonatsgehälter oder mehr pro Beschäftigungsjahr. 

 

Höhe der Abfindung abhängig vom Verhandlungsgeschick. Da die Abfindungshöhe zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer verhandelt wird, kommt es im Wesentlichen auf zwei Dinge an. Die Kündigung muss rechtlich so gut wie möglich angegriffen werden. Dadurch verschlechtern sich die Aussichten für den Arbeitgeber, den Prozess zu gewinnen. Daneben kommt es auf das Verhandlungsgeschick an. Ich bezeichne das Ganze immer als Abfindungspoker; als Arbeitnehmer braucht man einen erfahrenen Pokerspieler, am besten einen Fachanwalt für Arbeitsrecht.