Kündigung wegen Krankheit

Kündigung wegen Krankheit: hohe Abfindung!
Anwalt Kündigungsschutz

Kündigung wegen Krankheit zulässig? Das Arbeitsrecht erlaubt eine Kündigung wegen einer Erkrankung des Mitarbeiters als sogenannte „personenbedingte Kündigung“ nur unter bestimmten Voraussetzungen. Mit anderen Worten: Ja, eine krankheitsbedingte Kündigung ist zulässig, aber nur in extremen Fällen. 

 

Wann darf ein Mitarbeiter wegen seiner Erkrankung gekündigt werden? Im Grunde gibt es 3 Fallvarianten: Der Mitarbeiter ist dauerkrank (Krankschreibung länger als ein Jahr), er ist über Jahre immer wieder längere Zeiten krankgeschrieben (mehr als 6 Wochen im Jahr jahrelang hintereinander) oder er kann seine Arbeitsleistung wegen Erkrankung(en) nicht mehr voll bringen (weniger als 30% der vertraglichen Arbeitsleistung). 

 

Andere Fälle der personenbedingten KündigungEine Entlassung ist vom Arbeitsrecht gedeckt, wenn der Mitarbeiter seine Arbeitsleistung aus Gründen nicht bringen kann, die mit ihm zusammenhängen, auf die er aber keinen Einfluss hat. Beispiele: Der Berufskraftfahrer verliert seinen Führerschein, ein Mitarbeiter wird zu einer Freiheitsstrafe verurteilt, ein Kollege ist bereits mehr als ein Jahr krankgeschrieben, ohne Aussicht auf Besserung. 

 

Schwere Durchführbarkeit. Der Arbeitgeber ist nicht zu beneiden: Das Arbeitsrecht macht es sehr schwer, einen krankgeschriebenen Mitarbeiter vor die Tür zu setzen. Häufig sind die Voraussetzungen sehr schwer nachzuweisen. Dem Arbeitgeber fehlt der Zugang zu wichtigen Informationen oder er kann die geschuldete Arbeitsleistung nicht gerichtsfest bestimmen. 

 

Auch bei Kündigung aufgrund Krankheit gilt: Betriebsratsanhörung. Wie bei jeder anderen (personenbedingten) Entlassung muss auch hier der Betriebsrat ordnungsgemäß angehört werden. Sollte der Arbeitgeber da Fehler gemacht haben, führt dies zu einer Angreifbarkeit der Kündigung vor dem Arbeitsgericht (Kündigungsschutzklage).

 

Fachanwalt für Arbeitsrecht: hohe Abfindung. Krankheitsbedingte und andere personenbedingte Kündigungen sind sehr fehleranfällig. Ein erfahrender Arbeitsrechtler – am besten ein auf Kündigungsschutz spezialisierter Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht – deckt die Verstöße gegen arbeitsrechtliche Bestimmungen auf. Mit einer Kündigungsschutzklage erreicht der Arbeitnehmer regelmäßig eine hohe Abfindung.


Kündigung erhalten? Das Erstreiten einer hohen Abfindung ist unsere Profession. Kündigungsschutz ist unsere Leidenschaft. Selbstverständlich beraten wir Sie auch zu allen anderen Fragen zu Kündigung und Kündigungsschutz.


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Ordentliche Kündigung. Eine ordentliche Kündigung meint alle Kündigungen, die nicht aus außerordentlichen Gründen fristlos sind. Ganz entscheidend für die Chancen auf eine hohe Abfindung bei einer ordentlichen Kündigung ist die Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes. Ein Anwalt informiert über die Rechte des gekündigten Arbeitnehmers und bewertet die Chancen, mit einer Kündigungsschutzklage eine hohe Abfindung zu erreichen. Sie sollten einen Rechtsanwalt, am besten ein Fachanwalt für Arbeitsrecht, schnell anrufen – im Arbeitsrecht gelten kurze Fristen. Verstreichen die Fristen, ist dann oft sowohl Ihr Arbeitsplatz, als auch die erhoffte hohe Abfindung verloren.

 

Personenbedingte Kündigung. Der Arbeitgeber kann personenbedingt kündigen, wenn der Kündigungsgrund mit dem Arbeitnehmer direkt zusammenhängt, aber nicht auf seinem Verhalten beruht. Bekannteste Beispiele: Kündigung wegen Krankheit des Arbeitnehmers, bei Verlust des Führerscheins bei einem Berufskraftfahrer, oder einer notwendigen Lizenz oder Zulassung, etc. Die Hürden für eine personenbedingte Kündigung sind sehr hoch, besonders bei einer krankheitsbedingten Kündigung. Bei einer Kündigung während Krankheit sind die Chancen auf eine hohe Abfindung besonders gut. Ein im Kündigungsschutz erfahrener Rechtsanwalt oder Fachanwalt für Arbeitsrecht kann hohe Abfindungen herausholen. Am besten man geht noch während der Zeit, in der man längerfristig krank geschrieben ist, zum (spezialisierten) Anwalt, um sich beraten zu lassen.


Gut zu wissen:

Kündigung und Arbeitslosengeld

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Anwalt Abfindung

Nach einer Kündigung ist eins klar: Eine hohe Abfindung wäre jetzt genau das richtige. Manchmal bietet sie der Arbeitgeber von sich aus an. Was oft übersehen wird, aber häufig vorkommen kann: Die Kündigung führt zu einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeld, die Bundesagentur für Arbeit rechnet die Abfindung auf das Arbeitslosengeld an. Ergebnis: Der gekündigte Mitarbeiter verliert einen Teil seiner hart verhandelten Abfindung. Wie vermeidet man das?

Sperrzeit – Was bedeutet das für das Arbeitslosengeld? Nach der Kündigung sind die meisten Arbeitnehmer arbeitslos. Je nachdem, wie lange das versicherungspflichtige Arbeitsverhältnis angedauert hat, erhält man 6-12, unter Umständen auch 24 Monate Arbeitslosengeld (Alg I). Wenn die Bundesagentur für Arbeit eine Sperrzeit verhängt, erhält der arbeitslose Arbeitnehmer 12 Wochen kein Arbeitslosengeld.

 

Wann verhängt die Bundesagentur für Arbeit eine Sperrzeit? Grundsätzlich verhängt die BA eine Sperrzeit, wenn der Arbeitnehmer für seine Arbeitslosigkeit „verantwortlich“ ist. Eine Sperrzeit ist wie eine „Strafe“ für die selbstverschuldete Arbeitslosigkeit; sie soll versicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse erhalten. Selbstverschuldet wäre die Arbeitslosigkeit zum Beispiel nach einer verhaltensbedingten Kündigung, einer fristlosen Kündigung, einer Eigenkündigung oder nach einem Aufhebungsvertrag. 

 

Wann droht eine Anrechnung der Abfindung? Wenn ein Mitarbeiter einen Aufhebungsvertrag mit Abfindungszahlung aushandelt, kann es passieren, dass die Bundesagentur nicht nur eine Sperrzeit verhängt, sondern die Abfindung auf das restliche Arbeitslosengeld anrechnet. Daher: In fast allen derartigen Fällen raten Arbeitsrechtler dringend davon ab, dass Arbeitnehmer solche Aufhebungsverträge abschließen. Jedenfalls sollte der Arbeitnehmer den Aufhebungsvertrag vorher mit einem erfahrenen Spezialisten im Kündigungsrecht absprechen. 

 

Wie vermeidet man Sperrzeit und Anrechnung aufs Arbeitslosengeld? Wer mit einer Kündigungsschutz-Klage gegen seine Kündigung vorgeht, vermiedet in fast allen Fällen eine Sperrzeit und die Anrechnung der Abfindung auf das Arbeitslosengeld. Ob sich ein Prozess vor dem Arbeitsgericht lohnt, beantwortet ein erfahrener Spezialist im Arbeitsrecht. Bei alldem ist es enorm wichtig, schnell zu handeln, die Dinge nicht schleifen zu lassen: Für die Klage läuft eine kurze Frist von 3 Wochen nach Zugang des Kündigungsschreibens. Ist diese erst einmal verstrichen, ist die Chance auf eine Abfindung dahin – und durch die Sperrzeit muss man häufig auch noch draufzahlen!