Klage: Personenbedingte Kündigung

Anwalt Arbeitsrecht

Was ist eine personenbedingte Kündigung?

Arbeitsrechtlich ist die personenbedingte Kündigung für den Fall vorgesehen, in dem der Mitarbeiter die arbeitsvertraglich geschuldete Tätigkeit nicht mehr erbringen kann. Die Betonung liegt auf „kann“: Der Arbeitnehmer hat in diesen Fällen keinen Einfluss auf seine Minderleistung – er kann nichts dafür. 

 

Ist eine Kündigung wegen Krankheit erlaubt?

Die personenbedingte Kündigung wegen Krankheit ist nur unter sehr strengen Voraussetzungen zulässig. Das Arbeitsrecht erlaubt sie in in drei Fällen: 1. Wenn der Mitarbeiter länger als ein Jahr ununterbrochen krankgeschrieben ist. 2. Wenn häufige Phasen der Krankheit jahrelang immer wieder vorkommen. 3. Wenn der Mitarbeiter wegen Erkrankung langfristig spürbar schlechtere Arbeitsergebnisse erzielt (mindestens 30 % Leistungsminderung). 

 

Welche anderen Fälle der personenbedingten Kündigung gibt es?

Als Grundsatz gilt: Eine personenbedingte Kündigung ist arbeitsrechtlich gedeckt, wenn der Mitarbeiter seine Arbeitsleistung nicht mehr erbringen kann, wie etwa wenn ein Berufskraftfahrer seine Fahrerlaubnis loswird, oder wenn eine Freiheitsstrafe verhängt wird. Hier fällt auch der sogenannte „Lowperformer“, auf deutsch: der „Minderleister“, drunter. 

 

Personenbedingte Kündigungen schwer durchführbar!

Die arbeitsrechtlichen Hürden für die personenbedingte Kündigung sind extrem hoch. Der Arbeitgeber steht häufig aber auch vor rein praktischen Problemen: Wie soll er nachweisen, auf welchen Ursachen die Krankschreibung beruht? Häufig ist es sehr schwer, die geschuldete Arbeitsleistung genau zu bezeichnen und noch schwieriger, davon 30 % zu bestimmen.

 

Betriebsratsanhörung korrekt?

Auch für personenbedingte Kündigungen gilt: Wenn ein Betriebsrat existiert, muss er ordnungsgemäß angehört werden. Fehler im Anhörungsprozess führen zur Unwirksamkeit der Kündigung.

 

Fachanwalt Arbeitsrecht erkennt Fehler!

Ein personenbedingt gekündigter Mitarbeiter setzt sich am besten mit einem erfahrenen Spezialisten – ein Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht – zusammen, um arbeitsrechtliche Verstöße herauszuarbeiten. In einer Kündigungsschutzklage kann der Anwalt darauf aufbauend eine hohe Abfindung für den gekündigten Mitarbeiter erkämpfen.