Fristlose Kündigung: Richtig Handeln!

Fristlose Kündigung

Fristlos gekündigt? Bei einer fristlosen Kündigung entlässt der Arbeitgeber den Arbeitnehmer mit sofortiger Wirkung. Das Arbeitsrecht gestattet eine so extreme Maßnahme nur unter stark verschärften Bedingungen. Nur ganz grobe Vertragsverstöße des Arbeitnehmers rechtfertigen diese arbeitsrechtliche Maßnahme. 

 

Korrekt zuvor abgemahnt? Die allermeisten fristlosen Kündigungen erfordern eine oder mehrere Abmahnungen. Bereits diese verstoßen häufig gegen Bestimmungen des Arbeitsrechts. Auf eine Abmahnung darf der Arbeitgeber nur in sehr extremen Fällen verzichten, etwa wenn er dem Arbeitnehmer einen Diebstahl, eine Körperverletzung oder sonst eine Straftat zu seinen Lasten vorwerfen kann. 

 

Kündigungsschutzklage ratsam! Eine Klage gegen die fristlose Kündigung vor dem Arbeitsgericht lohnt sich eigentlich immer. Der Arbeitnehmer sichert sich dadurch nicht nur Ansprüche, eine möglichst hohe Abfindung und ein (sehr) gutes Arbeitszeugnis. Was viele vergessen: Durch eine Kündigungsschutzklage kann ein Arbeitnehmer die Sperrzeit beim Bezug von Arbeitslosengeld vermeiden, die bei einer wirksamen fristlosen Kündigung verfügt wird. 

 

Ein Fachanwalt Arbeitsrecht berät. Wenn sich eine fristlose Kündigung anbahnt, sollte sofort ein arbeitsrechtlicher Spezialist hinzugezogen werden. Ein Rechtsbeistand kann bei einer Anhörung beratend zur Seite stehen und – nach Ausspruch der Kündigung – im Prozess vor dem Arbeitsgericht die Vorstellungen des Arbeitnehmers durchsetzen.