Fristlose Kündigung erhalten?

Kündigung Fachanwalt

Eine fristlose (auch: außerordentliche) Kündigung hat sehr strenge rechtliche Voraussetzungen. Der Arbeitgeber setzt den Arbeitnehmer von jetzt auf gleich vor die Tür. Das Arbeitsrecht erlaubt dies nur bei sehr extremen Verstößen gegen die arbeitsvertraglichen Verpflichtungen.

 

Vor dem Arbeitsgericht klagen! Gerade weil die rechtlichen Voraussetzungen so hoch sind, ist bei einer fristlosen Kündigung eigentlich immer zu einer Kündigungsschutzklage zu raten. Achtung: Hier läuft eine 3-Wochen-Frist, die unbedingt eigehalten werden muss, wenn Ansprüche, eine hohe Abfindung oder ein (sehr) gutes Arbeitszeugnis durchgesetzt werden sollen. 

 

Achtung: Ohne Klage droht Sperrzeit! Ohne rechtzeitige Kündigungsschutzklage wird die fristlose Kündigung wirksam, mit der Folge einer Sperrzeit von 12 Wochen durch die Bundesagentur für Arbeit. 

 

Ist der fristlosen Kündigung eine Abmahnung vorhergegangen? Wenn nicht, verstößt die fristlose Kündigung in den allermeisten Fällen gegen geltendes Arbeitsrecht. Selbst wenn vorher abgemahnt wurde, gibt es sehr viel, auf das der Arbeitgeber achten muss, damit aus seiner Sicht bei Abmahnung und Kündigung alles glatt läuft. Eine Kündigungsschutzklage deckt hier fast immer Fehler auf.

 

Der Fachanwalt kennt die arbeitsrechtlichen Hürden. Ein Rechtsanwalt oder Fachanwalt für Arbeitsrecht berät Sie zu der besten Vorgehensweise. Sollten der Arbeitgeber Sie zu einer Anhörung laden, sollten Sie zuerst einen Spezialisten konsultieren. Häufig ist es klug, den Anhörungstermin mit einem Fachanwalt für Arbeitsrecht wahrzunehmen.