Videoüberwachung und fristlose Kündigung: Arbeitsrechts-Fachanwalt erklärt Ihre Rechte

Bei einer fristlosen Kündigung hilft Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck weiter: Erfahren Sie Ihre Chancen bei einer kostenlosen telefonischen Ersteinschätzung.
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Fristlose Kündigung wegen Diebstahls am Arbeitsplatz, Richter erlauben mehr Videoüberwachung. Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck erklärt am Beispiel von zwei Urteilen des Bundesarbeitsgerichts, was Arbeitnehmer wissen sollten über die Videoüberwachung am Arbeitsplatz.

 

Zufallsfunde bei Videoüberwachung verwertbar. Das Bundesarbeitsgericht (Aktenzeichen 2 AZR 848/15) hielt eine fristlose Kündigung wegen Pfandbon-Betrugs für rechtens: Eine Kassiererin wurde dabei gefilmt, und obwohl der Arbeitgeber explizit nur Zigarettenfächer am Warentransportband überwachen wollte, nur dazu die Zustimmung des Betriebsrats hatte, durfte sich der Arbeitgeber auf die Aufnahmen stützen, den Kündigungsgrund so nachweisen. 

 

Fristlose Kündigung wegen Diebstahls, Beweisverwertung gelockert. Wenn eine Videoaufnahme die Rechte eines Mitarbeiters verletzt, darf sie unter Umständen dennoch gegen andere verwendet werden, das ist eine der Kernaussagen des zweiten Urteils (Aktenzeichen: 2 AZR 395/15). Das höchste deutsche Arbeitsgericht macht außerdem deutlich: Der Arbeitgeber darf seine Mitarbeiter nur dann ausspionieren, wenn er einen Diebstahls-Verdacht hat und ihn gut begründen kann, wenn er nur bestimmte Bereiche oder Arbeitsvorgänge überwacht, und wenn er seinen Mitarbeitern die Privat- und Intimsphäre lässt. Nur dann darf er die fristlose Kündigung stützen auf die Videomitschnitte. 

 

Droht eine Anhörung? Sofort Anwalt oder Fachanwalt für Arbeitsrecht um Rat fragen! Mitarbeiter, die verdächtigt werden, im Betrieb zu stehlen, sind auf der Abschussliste. Der Arbeitgeber wird bei einem Videomitschnitt alles auf die Goldwaage legen, der Arbeitnehmer kann sich da nur um Kopf und Kragen reden. Gut beraten ist, wer früh einen erfahrenen Spezialisten auf seiner Seite hat, am besten einen Fachanwalt für Arbeitsrecht, mit dem man eine gute Strategie besprechen kann, mit dem man gegen die Kündigung vorgehen und eine hohe Abfindung sichern kann.

 

Fristlose Kündigung erhalten? Arbeitgeber hat Videomitschnitte von Ihnen? In den allermeisten Fällen dürfte sich eine Kündigungsschutzklage lohnen, Arbeitgeber begeben sich mit heimlicher Videoüberwachung auf heikles Gelände. Die Urteile des Bundesarbeitsgerichts zeigen, wie hoch die Hürden für Arbeitgeber sind, und wie hoch die Richter Datenschutz und Persönlichkeitsrechte einordnen.


Kündigung erhalten? Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck kämpft um Ihre Rechte und setzt hohe Abfindungen durch, wenn nötig mit einer Kündigungsschutzklage, vor Arbeitsgerichten bundesweit. Arbeitsrechtler Bredereck berät zu allen Themen rund um Kündigungbetriebsbedingte Kündigung, personenbedingte Kündigung, verhaltensbedingte Kündigung oder fristlose Kündigung.


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Bei der fristlosen oder auch außerordentlichen Kündigung kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist, also mit sofortiger Wirkung. Eine solche Kündigung ist nur in krassen Ausnahmefällen, bei ganz gravierenden Vertragsverstößen des Arbeitnehmers wirksam.

 

Kündigungsschutzklage ratsam. Arbeitnehmer die eine fristlose Kündigung erhalten müssen immer gegen diese Kündigung vorgehen. Wird hier nicht innerhalb von drei Wochen Kündigungsschutzklage erhoben, wird auch eine fristlose Kündigung in der Regel wirksam. Das bedeutet neben dem sofortigen Verlust weiterer Ansprüche auf Arbeitsentgelt auch eine Sperrzeit beim Bezug von Arbeitslosengeld durch die Bundesagentur für Arbeit.

 

Abmahnung liegt vor? Abmahnung fehlerhaft? Einer fristlosen Kündigung müssen in der Regel eine oder mehrere Abmahnungen vorangegangen sein. Nur in besonders krassen Fällen, zum Beispiel wenn der Arbeitnehmer eines Diebstahls oder anderer Straftaten zum Nachteil des Arbeitgebers beschuldigt wird, oder eine unerlaubte Konkurrenztätigkeit ausübt kommt auch eine fristlose Kündigung ohne vorherige Abmahnung in Betracht. Bei der fristlosen Kündigung kann noch mehr schief gehen als bei der ordentlichen Kündigung. Deshalb ist eine Kündigungsschutzklage nahezu immer sinnvoll und eine hohe Abfindung realistisch.

 

Beratung beim Fachanwalt. Einer fristlosen Kündigung ist häufig schon im Vorfeld des Ausspruchs der Kündigung eine anwaltliche Tätigkeit notwendig. Wenn Sie eine Anhörung des Arbeitgebers zu bestimmten Vorwürfen erhalten, sollten Sie sofort einen Fachanwalt für Arbeitsrecht einschalten. Verweisen Sie den Arbeitgeber darauf, dass sie vor einer Stellungnahme zunächst ihren Rechtsanwalt für Arbeitsrecht befragen wollen.


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Kündigung erhalten? Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck nennt die Chancen auf eine Abfindung, vermeidet Sperrzeit.
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Nach einer Kündigung ist eins klar: Eine hohe Abfindung wäre jetzt genau das richtige. Manchmal bietet sie der Arbeitgeber von sich aus an. Was oft übersehen wird, aber häufig vorkommen kann: Die Kündigung führt zu einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeld, die Bundesagentur für Arbeit rechnet die Abfindung auf das Arbeitslosengeld an. Ergebnis: Der gekündigte Mitarbeiter verliert einen Teil seiner hart verhandelten Abfindung. Wie vermeidet man das?

Sperrzeit – Was bedeutet das für das Arbeitslosengeld? Nach der Kündigung sind die meisten Arbeitnehmer arbeitslos. Je nachdem, wie lange das versicherungspflichtige Arbeitsverhältnis angedauert hat, erhält man 6-12, unter Umständen auch 24 Monate Arbeitslosengeld (Alg I). Wenn die Bundesagentur für Arbeit eine Sperrzeit verhängt, erhält der arbeitslose Arbeitnehmer 12 Wochen kein Arbeitslosengeld.

 

Wann verhängt die Bundesagentur für Arbeit eine Sperrzeit? Grundsätzlich verhängt die BA eine Sperrzeit, wenn der Arbeitnehmer für seine Arbeitslosigkeit „verantwortlich“ ist. Eine Sperrzeit ist wie eine „Strafe“ für die selbstverschuldete Arbeitslosigkeit; sie soll versicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse erhalten. Selbstverschuldet wäre die Arbeitslosigkeit zum Beispiel nach einer verhaltensbedingten Kündigung, einer fristlosen Kündigung, einer Eigenkündigung oder nach einem Aufhebungsvertrag. 

 

Wann droht eine Anrechnung der Abfindung? Wenn ein Mitarbeiter einen Aufhebungsvertrag mit Abfindungszahlung aushandelt, kann es passieren, dass die Bundesagentur nicht nur eine Sperrzeit verhängt, sondern die Abfindung auf das restliche Arbeitslosengeld anrechnet. Daher: In fast allen derartigen Fällen raten Arbeitsrechtler dringend davon ab, dass Arbeitnehmer solche Aufhebungsverträge abschließen. Jedenfalls sollte der Arbeitnehmer den Aufhebungsvertrag vorher mit einem erfahrenen Spezialisten im Kündigungsrecht absprechen. 

 

Wie vermeidet man Sperrzeit und Anrechnung aufs Arbeitslosengeld? Wer mit einer Kündigungsschutz-Klage gegen seine Kündigung vorgeht, vermiedet in fast allen Fällen eine Sperrzeit und die Anrechnung der Abfindung auf das Arbeitslosengeld. Ob sich ein Prozess vor dem Arbeitsgericht lohnt, beantwortet ein erfahrener Spezialist im Arbeitsrecht. Bei alldem ist es enorm wichtig, schnell zu handeln, die Dinge nicht schleifen zu lassen: Für die Klage läuft eine kurze Frist von 3 Wochen nach Zugang des Kündigungsschreibens. Ist diese erst einmal verstrichen, ist die Chance auf eine Abfindung dahin – und durch die Sperrzeit muss man häufig auch noch draufzahlen!