Die ersten Schritte nach der Kündigung - Fachanwalt gibt Tipps

Kündigung erhalten? Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck informiert Sie über die wichtigsten Schritte und Fristen.
Anwalt Arbeitsrecht

Die Kündigung liegt auf dem Tisch: Was sind die ersten Schritte? Praxis-Tipps von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck.

 

Erster Schritt: Sich arbeitslos melden. Und zwar noch am selben Tag, spätestens am nächsten. Damit vermeidet man eine Sperrzeit, die von der Bundesagentur für Arbeit auch verhängt werden kann, wenn sich der Arbeitnehmer nach der Kündigung zu spät arbeitslos meldet.

 

Zweiter Schritt: Kann man die Kündigung sofort zurückweisen? Hierfür hat der Arbeitnehmer höchstens 3 Tage Zeit. Sinnvoll ist das, wenn jemand die Kündigung unterschrieben hat, der das rechtlich gar nicht darf. Ein erfahrener Arbeitsrechtler erklärt, worauf es da ankommt – am besten ein Anwalt oder Fachanwalt für Arbeitsrecht, den man gleich nach der Kündigung um Rat fragen sollte.

 

Dritter Schritt: Kündigungsschutzklage prüfen. Auch das muss schnell gehen, weil man gegen seine Kündigung nur binnen 3 Wochen gerichtlich vorgehen kann. Wer um seinen Job kämpfen oder eine Abfindung sichern will, sollte die Aussichten einer Kündigungsschutzklage prüfen, und zwar am besten in den ersten Tagen nach der Kündigung.

Vierter Schritt: Was schuldet einem der Arbeitgeber noch? Lohnansprüche, Prämien, Sonderzahlungen, Ansprüche wegen Urlaubs oder Überstunden: Solche Ansprüche muss man üblicherweise innerhalb von 1 Monat direkt beim Arbeitgeber anmelden. Das steht in den meisten Arbeitsverträgen unter dem Stichwort „Ausschlussfristen“. 


Anwalt rät:

Fristen einhalten! Das Gesetz nimmt keine Rücksicht darauf, warum man eine Frist versäumt. Krankheit, S-Bahn-Streik, Stau auf der Autobahn usw. entschuldigen nicht den Fristablauf. Wer sichergehen will, beauftragt gleich zu Beginn einen erfahrenen Spezialisten, etwa einen Fachanwalt für Arbeitsrecht, mit einer Klage gegen die Kündigung, und für eine Abfindung und Ansprüche aus dem Arbeitsvertrag.

 

Fachanwaltskanzleien für Arbeitsrecht: Termine meist am selben Tag. Fachanwälte für Arbeitsrecht mit dem Spezialgebiet Kündigungsschutz arbeiten flexibel und schnell: Zu viel kann schiefgehen, wenn man sich Zeit lässt. Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck reicht beim Arbeitsgericht wenn nötig Klage ein innerhalb eines Tages, gleichzeitig fordert er den Arbeitgeber auf, dem Arbeitnehmer das zu zahlen, was ihm zusteht – Lohn, Prämien Sonderzahlungen, usw., nach einer bewähren Strategie.

 

Gespräche in unseren Kanzleien, oder Kommunikation per Telefon, Fax und E-Mail. Unsere Fachanwälte für Arbeitsrecht sind erreichbar, im persönlichen Gespräch in unseren Fachanwaltskanzleien für Arbeitsrecht und per E-Mail – ganz wie es unsere Mandanten wünschen, und wie es die Lage des Falles erfordert.


Kündigung erhalten? Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck kämpft um Ihre Rechte und setzt hohe Abfindungen durch, wenn nötig mit einer Kündigungsschutzklage. Beratung zu allen Themen rund um Kündigungbetriebsbedingte Kündigung, personenbedingte Kündigung, verhaltensbedingte Kündigung oder fristlose Kündigung.


Mehr erfahren:

Kündigung und Arbeitslosengeld

Kündigung erhalten? Fachanwalt Alexander Bredereck nennt die Chancen auf eine Abfindung, und wie man eine Sperrzeit vermeidet.
Anwalt Abfindung

Nach einer Kündigung ist eins klar: Eine hohe Abfindung wäre jetzt genau das richtige. Manchmal bietet sie der Arbeitgeber von sich aus an. Was oft übersehen wird, aber häufig vorkommen kann: Die Kündigung führt zu einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeld, die Bundesagentur für Arbeit rechnet die Abfindung auf das Arbeitslosengeld an. Ergebnis: Der gekündigte Mitarbeiter verliert einen Teil seiner hart verhandelten Abfindung. Wie vermeidet man das?

Sperrzeit – Was bedeutet das für das Arbeitslosengeld? Nach der Kündigung sind die meisten Arbeitnehmer arbeitslos. Je nachdem, wie lange das versicherungspflichtige Arbeitsverhältnis angedauert hat, erhält man 6-12, unter Umständen auch 24 Monate Arbeitslosengeld (Alg I). Wenn die Bundesagentur für Arbeit eine Sperrzeit verhängt, erhält der arbeitslose Arbeitnehmer 12 Wochen kein Arbeitslosengeld.

 

Wann verhängt die Bundesagentur für Arbeit eine Sperrzeit? Grundsätzlich verhängt die BA eine Sperrzeit, wenn der Arbeitnehmer für seine Arbeitslosigkeit „verantwortlich“ ist. Eine Sperrzeit ist wie eine „Strafe“ für die selbstverschuldete Arbeitslosigkeit; sie soll versicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse erhalten. Selbstverschuldet wäre die Arbeitslosigkeit zum Beispiel nach einer verhaltensbedingten Kündigung, einer fristlosen Kündigung, einer Eigenkündigung oder nach einem Aufhebungsvertrag. 

 

Wann droht eine Anrechnung der Abfindung? Wenn ein Mitarbeiter einen Aufhebungsvertrag mit Abfindungszahlung aushandelt, kann es passieren, dass die Bundesagentur nicht nur eine Sperrzeit verhängt, sondern die Abfindung auf das restliche Arbeitslosengeld anrechnet. Daher: In fast allen derartigen Fällen raten Arbeitsrechtler dringend davon ab, dass Arbeitnehmer solche Aufhebungsverträge abschließen. Jedenfalls sollte der Arbeitnehmer den Aufhebungsvertrag vorher mit einem erfahrenen Spezialisten im Kündigungsrecht absprechen. 

 

Wie vermeidet man Sperrzeit und Anrechnung aufs Arbeitslosengeld? Wer mit einer Kündigungsschutz-Klage gegen seine Kündigung vorgeht, vermiedet in fast allen Fällen eine Sperrzeit und die Anrechnung der Abfindung auf das Arbeitslosengeld. Ob sich ein Prozess vor dem Arbeitsgericht lohnt, beantwortet ein erfahrener Spezialist im Arbeitsrecht. Bei alldem ist es enorm wichtig, schnell zu handeln, die Dinge nicht schleifen zu lassen: Für die Klage läuft eine kurze Frist von 3 Wochen nach Zugang des Kündigungsschreibens. Ist diese erst einmal verstrichen, ist die Chance auf eine Abfindung dahin – und durch die Sperrzeit muss man häufig auch noch draufzahlen!


Nach einer Kündigung auch gut zu wissen:

Kündigungsschutzklage: Prozesskosten, Anwaltskosten

Mit Fachanwalt um Abfindung kämpfen? Rechnen Sie nach, ob sich ein Anwalt lohnt bei Ihrer Klage gegen die Kündigung!
Anwalt Kündigung

Beim Arbeitsgericht in der ersten Instanz trägt jede Seite ihre eigenen außergerichtlichen Kosten selbst. Das bedeutet, dass man die Kosten des eigenen Rechtsanwalts unabhängig davon, ob man gewinnt oder verliert, tragen muss. Dafür hat man die Sicherheit, die Anwaltskosten und andere Prozesskosten der Gegenseite bei einer Kündigungsschutzklage erster Instanz unabhängig vom Ausgang der Klage nicht tragen zu müssen.

 

Kündigungsschutzklage - Kostensenkung möglich. Wer eine Rechtsschutzversicherung hat, muss maximal die dort vereinbarte Selbstbeteiligung (in der Regel zwischen 150 und 500 €) selbst tragen. Wer Anspruch auf Prozesskostenhilfe hat (eine Prüfung lohnt sich nach meiner Erfahrung bei einem Nettogehalt abzüglich Mietkosten von ca. 800 €), muss ebenfalls keine Kosten fürchten. Für alle anderen gilt: wenn das Kündigungsschutzgesetz Anwendung findet, lohnt sich eine Kündigungsschutzklage fast immer. Das bedeutet, dass die zu erziehende Abfindung (weit) über den entstehenden Kosten liegt.

 

Kündigungsschutzklage - Berechnung der Kosten: Beispiele. Beachten Sie bitte, dass die nachfolgenden Beispiele nur grobe Schätzungen sind. Letztendlich hängen die Kosten von dem vom Gericht festzusetzenden Streitwert ab. Dieser wiederum hängt davon ab, was letztlich im Laufe des Verfahrens an Ansprüchen zu klären ist. Weitere Ansprüche wie offenes Arbeitsentgelt, Überstundenvergütung, Arbeitszeugnis usw. können den Streitwert und damit auch die Kosten erhöhen. Der Streitwert einer Klage gegen die Kündigung wird nach dem Einkommen des klagenden Arbeitnehmers berechnet. Zu Grunde gelegt wird der dreifache Bruttomonatslohns des gekündigten Arbeitnehmers.

Folgende Anwaltskosten entstehen dem Arbeitnehmer, wenn man ein Verfahren vor dem Arbeitsgericht beendet mit einem Vergleich und sich darauf einigt, dass der Arbeitgeber eine Abfindung bezahlt:

 

Bruttomonatsgehalt des Arbeitnehmers 2000 € = Streitwert einer Kündigungsschutzklage in Höhe von 6000 €. Dabei entstehen folgenden Anwaltskosten:

- Anwaltskosten für die Vorbereitung des Verfahrens und für den Gerichtstermin vor dem Arbeitsgericht: 1.076,95 € (inklusive 19 % MwSt. und Post- und Kommunikationspauschale).

 

- Anwaltskosten für den Vergleich: 421,26 €.

 

Insgesamt ergibt das Anwaltskosten von 1.498,21 €.

 

Wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich einig sind und einen Vergleich schließen, entfällt die Gerichtsgebühr, bei einem Streitwert von 6.000 € eigentlich 495 €. 

 

Bruttomonatsgehalt des Arbeitnehmers von 4000 € = Streitwert einer Kündigungsschutzklage in Höhe von 12.000, Kosten des Anwalts nach der Gebührentabelle:

 

- 1.820,70 € (inklusive MwSt. und Pauschalen) für das Verfahren und den Termin.

 

- 718,76 € (inklusive MwSt.) für den Vergleich.

 

Zusammen ergibt das Anwaltskosten von 2.539,46 €.

 

Die Gerichtskosten wären bei diesem Streitwert eigentlich 801 €, sie entfallen bei einem Vergleich. 

 

Bruttomonatsgehalt des Arbeitnehmers von 6000 € = Die Kündigungsschutzklage hat einen Streitwert von 18.000 €, wonach sich Anwaltskosten errechnen in folgender Höhe:

 

- Anwaltsgebühren für das Verfahren und den Gerichtstermin: 2.094,40 €.

 

- Anwaltsgebühren für den Vergleich: 828,24 €.

 

Beendet man die Kündigungsschutzklage mit einem Vergleich, entstehen dem Arbeitnehmer bei einem Streitwert von 18.000 € Anwaltskosten von 2.922,64 €.

 

Natürlich gilt auch hier: Wird ein Vergleich geschlossen, sparen sich die Parteien des Rechtsstreits Gerichtskosten von 957 €, die das Arbeitsgericht bei einem solchen Streitwert sonst in Rechnung gestellt hätte.

 

Kündigungsschutzklage - Kostenrisiko überschaubar. Sollten das Arbeitsgericht Zeugen vernehmen (sehr selten), sind diese Kosten (Reisekosten des Zeugen etc.) von der unterlegenen Seite zu zahlen. Das gilt auch für Kosten eines Sachverständigengutachtens (noch seltener). Sollten die Parteien den Kündigungsschutzprozess durch einen Vergleich beenden, erhöhen sich hierdurch die Anwaltsgebühren, und die Gerichtskosten entfallen - siehe die obigen Rechenbeispiele. Ein Vergleich wird regelmäßig nur dann geschlossen, wenn er sich finanziell lohnt. Fallen Gerichtskosten an, zahlt sie grundsätzlich die unterlegene Partei, häufig ordnet das Gericht eine Teilung der Kosten an. 

 

Fazit vom Fachanwalt. Da die Höhe der erzielten Abfindung regelmäßig ein Vielfaches des Bruttomonatsgehalts beträgt, lohnt sich eine Kündigungsschutzklage nahezu immer. Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck erklärt in einem Video, mit welcher Abfindungshöhe gekündigte Arbeitnehmer rechnen können.