Kündigungsschutz: Ordentliche Kündigung

Fachanwalt Arbeitsrecht

Eine im Arbeitsrecht sogenannte „ordentliche“ Kündigung ist nur selten rechtlich wirklich ordentlich.

Das Kündigungsschutzgesetz legt eine hohe Hürde: Den wirksamen Kündigungsgrund. Auch andere Aspekte sind wichtig. Eine Sperrzeit für den Bezug von Arbeitslosengeld ist erst einmal nicht vorgesehen. Wer aber bei einem späteren Vergleich unachtsam ist, riskiert dennoch eine Sperrzeit bei der Bundesagentur für Arbeit. 

 

Achtung: Fristen laufen! 
Ganz wichtig: Nach Zugang des Kündigungsschreibens beginnt eine Frist von 3 Wochen. Grundsätzlich nur in dieser Zeit kann der geschasste Mitarbeiter auf Kündigungsschutz vor dem Arbeitsgericht klagen. Will der Arbeitgeber eine ordentliche Kündigung wegen Formmängeln zurückweisen, gilt regelmäßig eine Frist von nur 2-3 Tagen. 

 

Drei Arten von Kündigungsgründen. 
Das Kündigungsschutzgesetz (erfahren Sie hier, wann es Anwendung findet), unterteilt in 1. betriebsbedingte Kündigung, 2. verhaltensbedingte Kündigung und in 3. personenbedingte Kündigung. Jeder der drei Arten hat eine Reihe von arbeitsrechtlichen Voraussetzungen. 

 

Kündigungsgründe im Kündigungsschreiben?

Die Gründe einer ordentlichen Kündigung müssen nicht im Kündigungsschreiben genannt werden. Der Arbeitgeber tut dies häufig auch deshalb nicht, weil er sich in Bezug auf einen drohenden Prozess vor dem Arbeitsgericht bedeckt halten will. Ohne fristgemäße Klage ist die ordentliche Kündigung auch ohne Kündigungsgrund rechtlich wirksam. 

 

Vor dem Arbeitsgericht muss der Arbeitgeber die Kündigungsgründe belegen.

Vor dem Arbeitsgericht müssen sie rechtlich stichhaltig sein. Daran fehlt es regelmäßig. Im Prozess ist dann der Weg frei für Vergleichsverhandlungen, die ein versierter Rechtsanwalt/ Fachanwalt für Arbeitsrecht für den Arbeitnehmer führen sollte. Das Unternehmen wird es sich einiges kosten lassen, den vor die Tür gesetzten Mitarbeiter nicht mehr in das Team aufnehmen zu müssen: Häufig gegen eine hohe Abfindung und ein sehr gutes Arbeitszeugnis.