Mustertexte vom Fachanwalt für Arbeitsrecht

Fachanwalt verhandelt hohe Abfindung
Anwalt Arbeitsrecht

 

Hat der gekündigte Mitarbeiter eine hohe Abfindung zum Ziel, gelingt ihm das üblicherweise am besten mit einer Kündigungsschutzklage. In fast allen Fällen kommt es vor dem Arbeitsgericht zu einem Vergleich, bei dem sich Mitarbeiter und Chef über die Abfindungssumme und andere Ansprüche, wie Urlaubsabgeltung, Überstunden, Sonderzahlungen etc. einigen. Ein gutes bis sehr gutes Arbeitszeugnis ist meistens auch Teil der Abmachung.


Wie so eine Einigung über eine Abfindung vor dem Arbeitsgericht aussehen kann, zeigt mein Muster Abfindungsvergleich. Einen solchen Abfindungsvergleich schlägt der gekündigte Mitarbeiter während einer Kündigungsschutzklage dem Arbeitgeber vor. Der Arbeitgeber wird abwägen, ob es sich lohnt, die Abfindung zu zahlen oder ob er das Risiko einer Weiterbeschäftigung eingehen will. Meistens wird er die Abfindung vorziehen. 

Das Muster Abfindungsvergleich ist gedacht zur Information; bitte bedenken Sie, dass ich keine Haftung für seine Verwendung übernehmen kann. Bei Abfindungsverhandlungen kommt es sehr auf Erfahrung und Verhandlungsgeschick an, die am besten ein versierter Spezialist, etwa ein auf Kündigungsschutzklagen spezialisierter Fachanwalt für Arbeitsrecht führen sollte. Das Muster Abfindungsvergleich biete ich ohne die Anmerkungen als PDF zum download an. (Weitere Muster, auch zum download als PDF: Kündigungsschutzklage, Beratungsschreiben zur Kündigung, Arbeitgeberschreiben nach Kündigung.)

Download: Abfindungsvergleich Muster.

Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Kontakt: 030.40004999


Abfindungsvergleich

Arbeitsgericht XY-Stadt

Straße, Hausnummer

Postleitzahl, Stadt


Anmerkung zur Zuständigkeit des Arbeitsgerichts.

Die Zuständigkeit liegt immer bei dem Amtsgericht des Gerichtsbezirks, in dem der Arbeitnehmer regelmäßig arbeitet bzw. zuletzt gearbeitet hat. Dasselbe Arbeitsgericht ist für Kündigungsschutzklage und für den Entwurf des Abfindungsvergleichs (Vorschlag) zuständig. 

 

In der Sache

 

Ihr Name ./. Name/Firma Ihres Arbeitgebers (Gmbh/OHG/KG/AG)

 

Geschäftszeichen des Arbeitsgerichts

 

Anmerkung zum Geschäftszeichen.

Sollten Sie bereits Kündigungsschutzklage eingereicht haben, wird das Arbeitsgericht Ihrem Fall ein Geschäfts-, oder Aktenzeichen zugeordnet haben. Übernehmen Sie das Geschäftszeichen des Gerichts in den Betreff Ihres Vergleichsvorschlags. 

 

bitte ich das Gericht, den Parteien nachstehenden Vergleichsentwurf zur Annahme vorzuschlagen. 

 

1.

 

Unter den Parteien besteht Einigkeit darüber, dass ihr Arbeitsverhältnis durch ordentliche und fristgerechte Kündigung des Arbeitgebers betriebsbedingt vom –Kündigungsdatum – zumBeendigungsdatum Arbeitsverhältnis – beendet worden ist. 

 

Hinweise zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses

In diesem Abschnitt wird klargestellt, dass es sich bei der Kündigung um eine ordentliche Kündigung handelt. Tragen Sie in die zu bearbeitenden Felder jeweils Ihre Daten ein. Mit diesem Punkt wird sichergestellt, dass Sie betriebsbedingt gekündigt wurden. Das ist für die folgende Arbeitslosigkeit wichtig, da Ihnen dann keine Sperrzeit droht. 

 

2.

 

Der Beklagte zahlt an den Kläger für den Arbeitsplatzverlust eine Abfindung in Anlehnung an §§ 9, 10 Kündigungsschutzgesetz in Höhe von XY € brutto.

 

Anmerkung zur Abfindung.

An dieser Stelle nennen Sie die Abfindungssumme. Bedenken Sie, dass die Höhe der Abfindung bei einem Abfindungsvergleich immer Verhandlungssache ist. 

 

3.

 

Der Beklagte erteilt dem Kläger ein wohlwollendes und qualifiziertes Arbeitszeugnis mit der Benotung xy (gut oder sehr gut). Der Kläger legt dem Beklagten ein von ihm vorformuliertes Arbeitszeugnis vor. Der Beklagte verpflichtet sich, den Text nur dann abzuändern, wenn dies wichtige Gründe gebieten. 

 

Anmerkung zum Zeugnis.

Hier geht es darum, dass Ihr ehemaliger Arbeitgeber Ihnen ein qualifiziertes Arbeitszeugnis erteilt. Die Benotung ist – genauso, wie die Abfindungssumme – Verhandlungssache. 

 

4.

 

Der Beklagte stellt den Kläger mit sofortiger Wirkung unwiderruflich und unter Anrechnung etwaiger Ansprüche auf Resturlaub oder Überstundenvergütung bis zum Ablauf der Kündigungsfrist frei.

 

5.

 

Die Parteien sind sich darüber einig, dass der dem Kläger zustehende Urlaub in natura gewährt wurde.

 

6.

 

Der Beklagte rechnet das Arbeitsverhältnis, soweit noch nicht geschehen, ordnungsgemäß zum – Datum der Beendigung des Arbeitsverhältnisses – ab und zahlt die sich ergebenden weiteren Vergütungen an den Kläger aus. 

 

Anmerkung zum Arbeitsentgelt.

Dieser Satz stellt sicher, dass Sie Ihren Lohn bis zum Ende der Beschäftigung erhalten, dass eine ordnungsgemäße Abrechnung erfolgt und Sie die Lohnabrechnungsunterlagen erhalten. 

 

7.

 

Mit der Erfüllung dieses Vergleichs ist der Rechtsstreit und sämtliche gegenseitigen Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis und aus Anlass seiner Beendigung – gleichwohl ob bekannt oder unbekannt – erledigt. 

 

Beglaubigte und einfache Abschrift anbei.

 

Ihr Name

 

Anmerkung zur Unterschrift.

Das Original an das Gericht muss unterschrieben sein, genauso, wie die beglaubigte Abschrift oder – falls es mehrere Beklagte gibt – die beglaubigten Abschriften. Die beglaubigten Abschriften sendet das Gericht weiter an den oder die Beklagten.